Der Markt-Monitor
Prince und die Postbank

Die Postbank hat nicht unbedingt die engsten Verbindungen zur weltweiten Finanzwelt. Trotzdem trifft sie die schlechte Stimmung für Finanzwerte besonders hart.

Ein gutes heimisches Geschäft, eine breite Kundenbasis - das klingt doch genau nach dem, was eine Bank heute braucht, um den Stürmen der internationalen Finanzwelt die Stirn zu bieten. Aber die Postbank-Aktie leidet immer wieder besonders stark, wenn die Banken unter Druck geraten - so auch heute. Dabei hat der abzusehende Rücktritt von Citigroup-Chef Prince mit den Geschäften der Postbank zunächst mal nichts zu tun.

Befürchten die Investoren, die Postbank könne sich auch irgendwelche unkalkulierbaren Risiken aufgeladen haben? Es ist kein Geheimnis, dass das Institut zu viel Geld hat - technisch gesprochen einen "Passivüberhang" - und dafür nach Anlagemöglichkeiten sucht. Außerdem ist die Rentabilität auch nicht erstklassig. Dieser Mix könnte zu einer Anlagepolitik verführen, die zu hohe Risiken eingeht. Könnte - muss aber nicht.

Das Beispiel Postbank zeigt: heimisches Geschäft ist gut. Aber eine große Kundenzahl allein schafft auch noch kein Vertrauen in die Solidität des Geschäftsmodells. Daran zeigt sich wieder, wie schwierig der deutsche Bankenmarkt ist - jedenfalls für die Banken, nicht unbedingt für die Kunden.

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