Der Markt-Monitor
Rechtzeitig Gewinne mitnehmen

Nun starrt alles auf den 11. Dezember - dann entscheidet die US-Notenbank das nächste Mal über die Zinsen. Und wieder dürfte es keinerlei Überraschung geben.

Beim ersten Mal lief das so: Die Fed senkte die Zinsen, um die Folgen der Finanzkrise zu lindern, und alle waren glücklich, die Kurse schossen nach oben. Beim nächsten Mal lief es so: Die Fed senkte die Zinsen, aber niemand war mehr glücklich, sondern alle nahmen schnell Gewinne mit. Teilweise hatte man das Gefühl, dass schon vor dem Zinstermin Gewinne gesichert wurden.

Und diesmal? Eine Überraschung wird es nicht geben. Möglicherweise zieht die Börse die Zinssenkung noch etwas weiter nach vorne. Das würde bedeuten: Schon im Vorfeld gilt es Gewinne mitzunehmen. Jedenfalls dann, wenn man kurzfristig ein- und aussteigt.

Wer längerfristig investiert, steht immer noch vor einer schweren Entscheidung. Die Börse insgesamt ist nicht so billig, wie sie aussieht, wenn man davon ausgeht, dass die Konjunktur sich doch eintrüben wird und bei auch nur leicht sinkenden Unternehmensgewinnen dann die KGVs gleich nach oben schnellen. Die Finanzwerte sind indes schon sehr billig geworden. Manche wahrscheinlich zu billig. Denn nicht jede Abschreibung heute bedeutet, dass tatsächlich alles verloren ging, vielleicht ist auch im Moment nur der Markt ausgetrocknet für bestimmte Anlagen, die von der Finanzkrise betroffen sind. Auf der anderen Seite: Im kommenden Jahr dürfte es noch viele böse Überraschungen geben, die jetzt noch nicht in den Kursen enthalten sind.

Wer langfristig investiert, könnte sich jetzt also darauf einstellen, ganz vorsichtig nach und nach ein paar günstig bewertete Finanztitel einzusammeln - über ein paar Monate verteilt.

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