Der Markt-Monitor
Roubini warnt vor der großen Blase

Der berühmte New Yorker Professor sagt den Anlegern, sie sollten sich kein U für ein V vormachen lassen. Nach seiner Meinung lebt die Börse schon wieder von heißer Luft.
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Nouriel Roubini ist ein Star, und lange Zeit galt er als großer "Bär", als Pessimist. Aber er geht durchaus davon aus, dass sich die Weltwirtschaft wieder erholt und stimmt keineswegs den Abgesang auf den Kapitalismus an. Aber es läuft eben nicht so schnell, wie die Märkte glauben, sagte er am Wochenende in einem Interview mit Bloomberg - also eher einem U als einem V ähnlich. Diese These ist nicht sonderlich originell, aber sie bekommt mehr Gewicht, wenn einer wie Roubini sie verkündet.

Doch wenn es stimmt, dass sich an der Börse schon wieder eine Blase gebildet hat, dann sind fundamentale Überlegungen wie die von Roubini wahrscheinlich bereits in den Hintergrund getreten. Ab einem bestimmten Moment zählt für Investoren in erster Linie, was sie glauben, was andere Investoren tun. Damit verselbstständigt sich die Börse - das ist die Blasenbildung. Und das kann trotz aller Warnungen und vernünftigen Überlegungen noch so lange weitergehen, bis irgendeine schlechte Nachricht wie ein Nadelstich den Heißluftballon trifft. Die Anleger handeln hier nicht irrational, sie laufen keiner Herde hinterher oder lassen sich von Instinkten treiben, sondern sie versuchen ganz rational, den selbst erzeugten Trend noch eine Weile zu nutzen - hoffentlich nur so lange, wie er hält. Das Ergebnis ist freilich eine irrationale Bewertung an den Märkten.

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