Der Markt-Monitor
Rückschlag mit Ansage

Noch halten sich die europäischen Finanzwerte erstaunlich gut nach der schwachen Vorgabe aus Fernost. Noch.
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Gestern waren fast alle schon der Meinung dass der Jubel an der Börse über die Verstaatlichung der US-Baufinanzierer Fannie Mae und Freddie Mac übertrieben sei. Trotzdem hielt der Jubel an. So ist das manchmal. Alle wissen, dass die Sache einen Haken hat, aber keiner schwimmt gegen den Strom, weil die anderen es auch nicht tun. In solchen Situationen kommt der nächste Rückschlag an der Börse aber alles andere als überraschend - sondern mit Ansage.

In Fernost war es dann so weit. Die Finanzwerte, aber auch Aktien von Export-Konzernen, sind unter die Räder geraten. Nach der Verstaatlichung von Fannie und Freddie ist vor dem nächsten Krisenabschschnitt. Im Grunde hat sich nicht viel geändert, wenn man es nüchtern betrachtet.

In Europa hängt zum Teil noch der Schwung der Wall Street nach. Besonders die Versicherer laufen gut, allen voran Allianz. Hier spiegelt sich wohl die Erleichterung über die geglückte Kapitalerhöhung der Commerzbank wider - schließlich sind die beiden Häuser durch den Verkauf der Dresdner Bank jetzt verkoppelt. Außerdem könnten die Aussagen des Swiss-Re-Chefs im "Handelsblatt", dass er seine Bücher sauber hat, für Auftrieg gesorgt haben. Aber es dürfte nicht lange dauern, bis sich auch hier der Rückschlag in der Breite durchsetzt. Wahrscheinlich spätestens, wenn er heute abend in den USA zu spüren ist.

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