Der Markt-Monitor
SAP: The day after

SAP stellt Bernanke in den Schatten. Die Software-Schmiede bewegt zwei Tage lang den Markt. Der Notenbankchef redet zwei Tage und bewegt den Markt nicht.

SAP hat gestern glänzende Ergebnisse vorgelegt - und auf einmal ist die Aktie wieder zum Leben erwacht. Dann kam noch eine neue Analyse von Morgan Stanley. Die US-Bank hat ihre Gewinnschätzung und das Kursziel erhöht und lobt das Geschäftsmodell der deutschen Software-Schmiede. Das alles folgt einem bekannten Muster mit zwei besonderen Kennzeichen. Erstens: Die Analystenkommentare folgen meist dem Markt - das heißt, wenn sie in der Öffentlichkeit sind, ist das meiste schon gelaufen. Und zweitens: Manche gute Nachrichten reichen auch für zwei Tage - vor allem, wenn sonst nicht viel los ist am Markt

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Ben Bernanke, der US-Notenbankchef, bewegt die Börsen im Moment nicht so, obwohl in der Woche eine Menge geredet hat - dabei hat er aber nicht viel überraschendes gesagt. Er will nicht davon ablassen, Inflationsgefahren zu sehen und hat sich auf hartnäckiges Nachfragen der Politiker auch keine klare Antwort abringen lassen, was denn seiner Meinung nach ein klares Zeichen wäre, dass diese Gefahr gebannt ist. Wahrscheinlich will er einfach verhindern, dass an den Börsen ein neues Kursfeuerwerk entsteht - was dann doch nur um so größere Rückschläge nach sich ziehen würde.

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