Der Markt-Monitor
Schon wieder Druck auf die Fed

Am Freitag hat die US-Notenbank (Fed) den Märkten geholfen. Und jetzt baut sich schon wieder neuer Druck auf - die Märkte erwarten, dass sie noch deutlicher die Zinsen senkt.

Eine seltsame Logik scheint da an den Märkten zu herrschen - und sie gerade so in der Balance zu halten. Halten wir uns fest für einen kleinen Zickzack-Kurs: Eigentlich sind die Leute pessimistisch. Aber weil sie pessimistisch sind, hoffen sie, dass die Fed auch pessimistisch ist. Und dass die Fed, weil sie pessimistisch ist, noch deutlichere Schritte tut, also schon vor dem 18. September, wo es jeder erwartet, und die "richtigen" Leitzinsen (Fed Funds) senkt und nicht nur den Diskontsatz, der am vergangenen Freitag schon heruntergeschraubt wurde. Und weil die Märkte also hoffen, dass die Fed pessimistisch ist und die Zinsen schneller senkt, sind sie doch wieder ein bisschen optimistisch.

Damit kommt die Fed schon wieder unter Druck zu handeln. Keine gute Situation. Denn wenn sie gleich wieder springt, gewöhnen sich die Märkte daran - das wäre fatal. Und wenn sie nicht springt, werden die Märkte das mit Enttäuschung quittieren - wäre wahrscheinlich immer noch die bessere Variante.

Nun gut. Nicht zum Optimismus beigetragen hat jedenfalls die Bemerkung des neuen WestLB-Chefs Alexander Stuhlmann, es sei schwieriger für deutsche Banken geworden, Kreditlinien im Ausland zu bekommen. Nein, diese Bemerkung war nicht hilfreich - für niemanden eigentlich.

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