Der Markt-Monitor
Schon wieder Infineon

Eine Herabstufung durch Analysten - und gleich taucht der Kurs von Infineon ab.

Leider passt im Moment für den Tech-Sektor alles zusammen: Tom-Tom, der Hersteller von Navigationssystemen, gibt eine Gewinnwarnung ab. AMD gibt ebenfalls einen verhaltenen Ausblick. Und dann die Herabstufung der Infineon-Aktie durch Credit Suisse: Das alles addiert sich als Druck auf die Tech-Papiere.

Infineon war im vergangenen Sommer mehr als 13 Euro wert, inzwischen liegen wir bei fünf. Von früheren Zeiten wollen wir gar nicht reden. Zuletzt hatte sich das Papier wieder etwas erholt, jetzt geht es wieder abwärts. Die Halbleiter-Branche gilt manchen Fonds-Managern auch als eine Art Frühindikator für die Konjunktur oder die Börse insgesamt. Deswegen verdient sie besondere Aufmerksamkeit.

Infineon ist ein Beispiel dafür, dass Anleger skeptisch sein sollten gegenüber abgespaltenen Unternehmen. Siemens hat den Halbleiter-Bereich verkauft, weil er dem Konzern zu zyklisch, also zu unsicher war. Infineon hat dann versucht, diese Strategie zu klonen und wiederum Qimonda abgestalten, den Bereich der Speicherchips. Und die Story wiederholt sich: Infineon hatte von Anfang an zu kämpfen, jetzt kämpft Qimonda. Und das Hauptproblem von Infineon ist, dass das Unternehmen immer noch den größten Teil der Qimonda-Aktien besitzt. Merke also: Wer abspaltet, will sich Probleme vom Hals schaffen. Man sollte sich als Anleger überlegen, ob man als Problemlöser für Konzerne einspringen möchte.

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