Der Markt-Monitor
Starker Euro, schwache Börse

Lange Zeit hat die Aktienbörse den Devisenmarkt eher ignoriert. Doch bei einem Kurs von 1,50 Dollar je Euro geht das nicht mehr.

Eigentlich sind die deutschen Unternehmen gut gerüstet für einen starken Euro beziehungsweise schwachen Dollar. Viele produzieren auch im Dollarraum, entgehen also der Schere aus hohen Eurokosten und schwachen Dollarerlösen. Manche, wie Adidas und Puma, profitieren in Fernost von den billigen Löhnen, die de facto an den Dollar gekettet sind, und verkaufen doch munter weiter in Euro. Dann spielt für einige Firmen eine Rolle, dass der Anstieg des Ölpreises so gedämpft wird. Stellen wir uns nur die Lufthansa mit starkem Dollar vor...

Auf der anderen Seite haben einige Firmen wie EADS, Porsche und BMW doch Probleme. Und noch weitere, etwa die Allianz, spüren den schwachen Dollar irgendwann allein deswegen, weil die Gewinne ihrer US-Töchter dann weniger wert sind als zuvor. Das ist nicht so schlimm, als wenn man in eine Kosten/Erlös-Schere gerät, aber es macht doch ein paar Prozentpunkte aus. Und weil das alles so ist stehen die Aktien mal wieder unter Druck. So lange der Euro so stark bleibt, dürften wir eine Abhängigkeit behalten: Wenn der Euro steigt, sinken die Aktien hier tendenziell, und umgekehrt.

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