Der Markt-Monitor
Trichet betont robuste Konjunktur

Viele Experten zeichnen zurzeit ein düsteres Bild der Wirtschaftswentwicklung. Jean-Claude Trichet, der Chef der Europäischen Zentralbank, tut das nicht - und er hat seine Gründe.
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Trichet hat ein Problem: Im letzten Monat hat er die Leitzinsen leicht erhöht. Würde er heute zu schwarz malen, dann würde er seine eigene Politik unglaubwürdig machen. Also betont er, die weltweite Konjunktur sei trotz aller Rückschläge noch robust, vor allem wegen der Dynamik in den Schwellenländern. Auf der anderen Seite betont er die Risiken für die Preisstabilität. Man könnte es heute auch genau umgekehrt machen: wegen der leicht nachgebenden Rohstoffpreise die Inflationsraten geringer, wegen dem Einbruch der Auftragseingänge in vielen Branchen die Konjunktur stärker in Gefahr sehen.

Den Aktienmarkt interessiert das alles nicht. Er schaut eher auf die US-Notenbank, und die deutete eher eine leichte Geldpolitik an und betonte, die Inflationsgefahr sei nicht mehr so groß - obwohl sie in den USA sicher größer ist bei uns. Außerdem scheint der deutsche Markt heute eher von technischen Faktoren, bei dünnen Umsätzen, getrieben zu sein. Richtiger Optimismus zeigt sich dort nicht.

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