Der Markt-Monitor
Trichet piekst Bernanke

US-Notenbank-Chef Ben Bernanke muss heute was zu den Zinsen sagen. Sein europäischer Kollege Jean-Claude Trichet hat schon mal etwas Druck gemacht.

Eigentlich hat Trichet nur wiederholt, was er fast immer sagt. Und eigentlich hat er gar nichts richtiges gesagt, sondern alles offen gelassen. Trotzdem verdichtet sich dadurch die Meinung, dass die EZB nächste Woche die Zinsen erhöhen wird. Die Aktienbörse interessiert das nicht weiter - aber vielleicht liegen die Anleger da falsch.

Die Börsen schauen fast nur auf Bernanke. Trichet kann sagen was er will: Das bewegt vielleicht den Devisenmarkt oder die Anleihen, aber die Aktienanleger ignorieren ihn eher, was durchaus kein Nachteil für die Europäische Geldpolitik ist. Jedenfalls gilt aber: Wenn Trichet einen festen Standpunkt bekräftigt, wird Bernanke auch vielleicht noch einen kleinen Tick weiter in diese Richtung gehen, damit der Dollar nicht schon wieder abschmiert. Insofern gibt es indirekt schon eine Verbindung zu den Aktienbörsen, aber das wird man erst später am Abend sehen.

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