Der Markt-Monitor
UBS findet Gnade bei den Investoren

Ein grottenschlechtes Ergebnis und ein Kurssprung - das passt bei UBS heute problemlos zusammen. Denn es deutete einiges darauf hin, dass eine Talsohle erreicht ist.
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Ein wichtiger Punkt dürfte sein, dass viele Investoren noch schlechtere Zahlen erwartet haben. Zwar hat UBS die offiziellen "Erwartungen" der Analysten unterboten. Aber an diese Prognosen glauben ohnehin immer weniger Anleger. Deswegen ist es schon gut, dass nicht irgendeine ganz große Katastrophe verkündet wurde.

Mindestens genauso wichtig dürfte sein, dass Anfang des Jahres wieder Geld in die Bank geflossen ist - und zwar in den Bereichen Vermögensanlage für reiche Privatleute wie auch für professionelle Investoren. Das deutet darauf hin, dass die Schweizer die Erosion ihrer Kundenbasis in ihrem Kerngeschäft erst einmal stoppen konnten. Und das war dringend nötig.

UBS bleibt natürlich ein spannendes Thema für die gesamte Schweiz. Die Bank ist so riesig, dass der Staat sie nicht wirklich auffangen könnte, wenn sie umkippt. Er kann nur versuchen, sie zu stabilisieren, wenn sie ins Wanken gerät, damit sie gar nicht erst aus dem Gleichgewicht gerät. Das hat er bereits getan. Und der erneute Zustrom von Kundengeldern gibt Hoffnung, dass der Gigant eine neue Balance findet.

Im Laufe des Tages wird noch spannend sein, was für ein Bankenrettungspaket die neue US-Regierung im Detail ankündigt. Was bisher durchgesickert ist, wirkt nicht sonderlich überzeugend. Irgendwie sollen Staat und private Investoren gemeinsam den Giftmüll aufkaufen, der in den Bankbilanzen schlummert. Aber welche Privatinstoren sollen das sein? Wer ist so blöd und steigt da ein? Oder läuft es darauf hinaus, dass die Privaten nur die besseren Papiere nehmen und der Staat auf den ganzen schlechten sitzenbleibt? Möglicherweise wird eine nähere Diskussion des Pakets den Bankaktien eher wieder einen Dämpfer versetzen.

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