Der Markt-Monitor
Was die Banken bewegt

Heute sind die Bankaktien wieder stark. Sie folgen einem simplen Schema - die Politik gibt den Kurs vor.
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Ok, die Deutsche Bank ist ein Sonderfall. Angeblich hat sie in den ersten Wochen des Jahres sensationelle Gewinne gemacht, deswegen steigt ihr Kurs auch sensationell. Man wüsste allerdings gern, woraus sich diese Gewinne herleiten - Zufall, über den Bilanzstichtag geschobene Wetten oder echte, nachhaltige Geschäfte? Nur der letzte Fall wäre eine wirkliche Sensation.

Insgesamt bewegen sich die Bankaktien zurzeit aber nach einem simplen Schema. Wenn der Markt auf eine "Bad Bank" hofft, gehen die Kurse hoch. Wenn er Verstaatlichungen fürchtet, gehen sie runter. Das ist verständlich. "Bad Bank" ohne Verstaatlichung würde heißen, dass die Banken Geld bekommen, die Aktionäre aber nicht bestraft werden. Verstaatlichung würde wohl heißen, dass die Aktionäre ihr Geld verlieren.

In Großbritannien läuft es ziemlich auf Verstaatlichungen zu, zum Teil haben sie ja schon stattgefunden. In den USA scheinen Verstaatlichungen zu kompliziert zu sein und auf zu große Widerstände zu stoßen. Deswegen ist dort die Idee "Bad Bank" wieder der Favorit - und genau das beflügelt heute die Bankaktien. In Deutschland scheut sich die Regierung auch vor richtigen Verstaatlichungen, aber genauso vor einer Bad Bank. Aber wahrscheinlich wird es irgendwann irgendwie doch auf eine Bad Bank hinauslaufen - glauben die Märkte. Wenn der Bund aber HRE, weil dort die Katastrophe besonders groß ist, doch verstaatlichen sollte, kann diese Stimmung auch wieder kippen.

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