Der Markt-Monitor
Washington verspielt seine Glaubwürdigkeit

Die Schwäche am Aktienmarkt kommt einer Misstrauenserklärung gegenüber der amerkanischen Politik gleich.
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Vielleicht muss man es auch umgekehrt sehen: Nur ein gewisses Vertrauen in Leute wie US-Finanzminister Hank Paulson und Notenbankchef Ben Bernanke hat die Börsen lange Zeit vor dem Absturz bewahrt. Bis Ende vergangenen Jahres haben sie ja die Finanzkrise nur sehr selektiv wahrgenommen. Dann nahmen sie sie zur Kenntnis, aber jetzt erst ist der ganze Schock spürbar.

Die Investoren wissen jetzt: Keine Zinssenkung kann die Börse noch retten, denn sie würde gleich wieder die Angst vor der Inflation steigern. Und das Hilfspaket für die angeschlagenen Baufinanzierer Fannie Mae und Freddie Mac, das de facto eine Verstaatlichung ist, beruhigt offenbar niemanden. Vielleicht muss erst noch das passieren, was Experten und amerikanische Zeitungen jetzt diskutieren: dass die beiden Bauriesen ganz offiziell verstaatlicht werden. Dann würden zwar die Inflationssorgen noch mehr steigen. Aber die latente Panik auf dem Aktienmarkt wäre erst einmal gebannt. Und so lange die Panik anhält, ist nach den 6000 Punkten auch keine weitere Dax-Marke sicher.

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