Der Markt-Monitor: Zeit gewonnen

Der Markt-Monitor
Zeit gewonnen

Die letzten Tage geben Hoffnung. Die Probleme sind zwar nicht gelöst, aber der Druck ist erst einmal aus dem Markt.

Typisch wieder diese Unterschiede. In Deutschland gehen die Kurse völlig panisch nach unten oder völlig euphorisch nach oben. In den USA geht das im Endeffekt ruhiger ab, dort dreht auch eher der Markt aus eigener Kraft, weil die Investoren rechnen und deswegen die Seite wechseln. Ein bisschen wirkt der deutsche Markt im Vergleich wie in einer börsenmäßigen Bananenrepublik.

Dass sich der Markt wieder gefangen hat, zeigt aber, dass wir alle noch Zeit haben für Anpassungen. Es muss eine Menge passieren im Jahr 2008. Die Banken müssen tatsächlich transparent werden - davon sind wir noch weit entfernt. Ihre Marktkapitalisierung muss sich, in Relation zu anderen Branchen, vielleicht noch stärker ihre wirklichen Bedeutung anpassen (soooo wichtig sind Banken gar nicht, wie ihrem Gewicht in den Indizes entsprechen würde); das ist zum Teil schon geschehen. Die USA müssen die Leute, die mit den sinkenden Hauspreisen nicht klarkommen, irgendwie unterstützen. Außerdem müssen sie das Problem lösen, wie ihre unterkapitalisierten Anleiheversicherer gerettet werden können.

Riesige Aufgaben. Aber wenigstens muss das alles, wenn wir Glück haben, nicht vor dem Hintergrund haltloser Aktienmärkte geschehen. Das heißt nicht unbedingt, dass die Börse jetzt schon den viel beschworenen Boden gefunden hätte. Aber sie kann sich vielleicht kontrollierter abseilen, statt abzustürzen. Und wahrscheinlich springt sie dann eher wieder an, als man vermutet.

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