Der Markt-Monitor
Zinsjunkies kommen aus den Löchern

Und wieder läuft es nach dem Motto: Die schlechte Nachricht ist die gute Nachricht. Auch wenn heute die Kurse etwas unter Druck stehen - ohne diese seltsame Logik sähe es noch schlechter aus.

Freddie Mac und Fannie scheinen ziemlich weit weg zu liegen. Es handelt sich dabei um uramerikanische Institutionen, die hier niemand so recht versteht. Wenn gestern nach einem überraschend hohen Verlust bei Freddie beide Aktien eingebrochen sind, hat das aber Bedeutung für das gesamte amerikanische Finanzsystem.

Denn die beiden Banken, die zwar an der Börse notiert, aber dennoch so halbwegs auch im staatlichen Auftrag unterwegs sind, gehören zu den ganz großen Aufkäufern von Immobilienrisiken. Ihr hoher Risikoappetit, durch eine von den Märkten unterstellte, wenn auch nur inoffizielle Staatsgarantie angeregt, hat einen großen Teil zum Immobilienboom in den USA beigetragen. Und als die Krise losging, gab es in Washington Stimmen, die die Volumenbeschränkungen für diese Institute aufheben und sie so noch stärker in die Sanierung der überschuldeten Haushalte einbinden wollten. Aus der Traum, muss man jetzt wohl sagen - der Magen von Freddie und Fannie ist schon überreizt.

Für die wirtschafltiche Entwicklung in den USA heißt das nichts gutes. Aber die Aktienmärkte spekulieren gleich wieder: Wenn es so schlimm ist, kann es nur besser werden, weil dann bestimmt bald wieder die US-Notenbank mit einer Zinssenkung einspringt. Und täglich grüßt das Murmeltier...

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