Der Markt-Monitor
Zittern auf dem Anleihemarkt

Eine Insolvenz von Teilen von GM und Chrysler rückt näher. Damit stellt sich unausweichlich die Frage: Was wird aus den Anleihen?
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Die Märkte müssen schon lange damit rechnen, dass die Anleihen von General Motors (und Chrysler) ausfallen könnten. Sie gelten auch schon als "Junk"-Papiere. Aber was passiert, wenn die Möglichkeit zur Gewissheit wird? Das mag man sich lieber nicht ausmalen, vor allem deswegen, weil riesige Volumina von GM-Papieren im Umlauf sind.

Nach einem Bericht des "Wall Street Journal" plant die US-Regierung offenbar, die beiden Autokonzerne jeweils in eine "gute", also lebensfähige, und eine "schlechte" Gesellschaft aufzuspalten, wobei die "schlechte" alle Probleme übernehmen muss und damit bankrott gehen soll. Das heißt nicht automatisch, dass alle Bonds platzen. Auch die "gute Gesellschaft" muss sich ja refinanzieren. Außerdem dürfte es Modelle geben, nach denen Anleihen in Eigenkapital umgewandelt werden, was im Prinzip eine vernünftige Lösung ist. Und letztlich dürfte die US-Regierung das Beispiel Lehman vor Augen haben und daher zögern, ein Segment des Kapitalmarktes einfach unter Wasser zu setzen - sie weiß sehr gut, dass sie ohne private Investoren die Wirtschaft nicht wieder in Gang bekommt. Trotzdem: Wenn es zur Insolvenz der Teilgesellschaften kommt, wird das eine Zitterpartie für die Bondholder.

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