Der Markt-Monitor
Zögerlicher Handschlag für Peter Bauer

Wenn der Chef geht, kann es nur besser werden. So reagierte die Börse zunächst auf den Abgang von Wolfgang Ziebart bei Infineon.

Kein Ruhmesblatt für Ziebart. Aber es passiert ja nicht selten, dass die Kurse steigen, wenn ein umstrittener Chef geht. Doch kurze Zeit spät überlegen sich die Anleger es schon wieder anders - vielleicht auch angeregt durch skeptische Analysten-Kommentare. Zum einen konnte es niemanden mehr überraschen, dass Ziebart geht - darauf hat man gewartet. Was ist also die positive Nachricht, wenn es dann tatsächlich passiert?

Außerdem sitzt sein Nachfolger, Peter Bauer, auch schon fast eine Dekade mit im Vorstand. Er hat also die Unternehmenspolitik, die den Aktionären wenig Freude brachte, mitzuverantworten. Und es fragt sich, ob er irgendwelche neuen Ideen aus dem Hut zaubern kann. Entweder hätte er sie schon längst einbringen können. Oder wenn sie hatte und sich damit nicht gegen Ziebart durchsetzte, wäre das auch kein Ausweis von Durchsetzungsvermögen.

Im Grunde geht also alles weiter wie bisher - keines weiß was genaues. Dass Ziebart gegangen ist, war irgendwie überfällig, verändert aber kaum etwas. Genau so hat die Börse es dann nach der anfänglichen Euphorie auch erkannt. Und plötzlich gehört die Aktie zu den Verlierern.

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