Der Markt-Monitor
Zwei Banken belasten den Markt

Es sind alt bekannte Namen, die heute die Stimmung verderben: die deutsche IKB und die französische Société Générale.

Man kann nur von Glück sagen, dass die WestLB nicht an der Börse notiert ist. Denn sonst würde sie auch regelmäßig dazu beitragen, dass die Aktienkurse in den Keller gehen. Mit der IKB hat sie gemeinsam, dass beide in Düsseldorf sitzen, das ist aber unwichtig. Entscheidend: Bei beiden ist nicht erkennbar, was für eine Zukunft sie haben sollten. Sie schlucken immer mehr Milliarden an Finanzhilfen, zugleich wird über einen möglichen Verkauf fantasiert. Dabei müsste man bald wahrscheinlich eine Menge dazugeben, damit jemand die Katze im Sack kauft. Bei der IKB zieht das heute ein Kursminus von rund 20 Prozent nach sich.

Die Société Générale liegt rund fünf Prozent im Minus, nachdem sie eine Kapitalerhöhung mit einem starken Kursabschlag angekündigt hat. Außerdem kristallisiert sich heraus, dass BNP kein Interesse an einer Übernahme hat. Trotzdem ist an der Seine die Welt noch mehr in Ordnung als am Rhein, auch wenn dort ganz andere Milliardenbeträge vergeigt wurden. Aber die Société Générale hat ein funktionierendes Geschäftsmodell. Bei WestLB und IKB ist das dagegen längst nicht mehr sicher.

Insgesamt sind die Börsen heute etwas richtungslos. Außer bei den Finanzwerten. Da ist die Richtung klar: nach unten. Dabei leiden auch Papiere wie etwa Münchener Rück, die noch viel weniger mit der Finanzkrise zu tun hat als die zuletzt viel gelobte Deutsche Bank, die zwar kaum Subprime-Risiken, aber noch einen Haufen hängender Finanzierungen in den Büchern hat, was in der nächsten Zeit wahrscheinlich nochmal ein wichtiges Thema wird.

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