Der maximale Schwefelgehalt bei schwerem Heizöl darf nur noch 1,0 Gewichtsprozent betragen
Regierung beschloss strengere Schwefelgrenzwerte für Heizöl

Die Bundesregierung will die bei der Verbrennung von Kraft- und Brennstoffen entstehenden Schwefeldioxid-Emissionen verringern. Für schweres Heizöl gelten deshalb von Anfang 2003 an strengere Schwefelgrenzwerte, beschloss das Kabinett am Mittwoch.

dpa BERLIN. Danach darf bei schwerem Heizöl der maximale Schwefelgehalt nur noch 1,0 Gewichtsprozent betragen. Bislang gab es keinen vorgeschriebenen Höchstwert. Bei leichtem Heizöl wird von Anfang 2008 an der Grenzwert auf 0,1 Gewichtsprozent halbiert. Mit den Beschlüssen setzt die Regierung entsprechende EU-Richtlinie in nationales Recht um.

Die Halbierung des Schwefel-Grenzwertes bei leichtem Heizöl soll nach Angaben des Umweltministeriums zu einer Minderung der Schwefeldioxid-Emissionen führen, die etwa dem Ausstoß von fünf Mill. mit Öl beheizten Einfamilien-Häusern entspricht. Bei einem angenommenen bundesweitem Verbrauch von etwa 34 Mill. Tonnen leichtem Heizöl pro Jahr würden damit etwa 34 000 Tonnen des schädlichen Schwefeldioxids weniger in die Umwelt gelangen.

Die Senkung des Schwefelgehalts bei schwerem Heizöl sei hingegen unter Emissions-Gesichtspunkten von untergeordneter Bedeutung, teilte das Ministerium mit. Hier werde der Schwefeldioxid-Ausstoß schon seit Jahren über die Anforderungen an Feuerungsanlagen begrenzt.

Außerdem legte das Kabinett für bestimmte Wirtschaftsbranchen detaillierte Anforderungen für die Vermeidung und Verminderung von Abwassereinleitungen in Gewässer fest. Die beschlossene Verordnung enthält Regelungen für Unternehmen, die Gummi und Zellstoff erzeugen und verarbeiten sowie Vorschriften für die Verarbeitung von Kautschuk und Latex und die Altölentsorgung.

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