Der Nemax 50 fiel im Vergleich zum Freitag um 78,86 Punkte
Insolvenzantrag von Teldafax zieht Neuen Markt ins Minus

Die Aktien von Pixelpark setzen ihre Talfahrt fort. Sie verloren 3,55 % auf 29,80 Euro. Auch die Aktien von Heyde müssen Federn lassen. Der angeschlagene Titel notierte bei 2,12 Euro.

dpa/afx FRANKFURT. Die Aktien am Frankfurter Neuen Markt konnten auch am Montag ihren Abwärtskurs nicht stoppen. Der Nemax 50 fiel im Vergleich zum Freitag um 78,86 Punkte oder 5,21 % auf 1 433,74 Zähler. Ebenfalls im Minus lag der Nemax All Share mit 1 610,77 Punkten, einem Rückgang um 4,40 %.

Für Jürgen Detelefsen, Analyst bei der Frankfurter Sparkasse, ist der gegenwäritge "Flaute die Ruhe vor einer belebenden Brise". Detlefsen sieht zwar keine Hoffnung für eine Ralley. "Eine deutliche Erholung für einige Wachstumstitel steht vor der Tür", sagte der Analyst.

Dieser Aufwind würden allerdings institutionelle Anleger tragen. "Privatinvestoren sollten lieber erst auf den Wagen springen, wenn er sich den Berg hinauf bewegt", riet Detlefsen.

Der Handel mit Technologiewerten begann freundlich, bis der Insolvenzantrag des Telekomdienstleister Teldafax AG bekannt wurde, sagte ein Händler. Grund für den Konkurs sei die drohende Abschaltung ihres Netzes durch die Deutsche Telekom, hatte Teldafax mitgeteilt. Ein Insolvenzverwalter soll gemeinsam mit dem Teldafax-Hauptaktionär, World Access verhindern, dass die Telekom die Telefonleitungen abschaltet. Die Aktie war bereits vor Börsenbeginn vom Handel ausgesetzt worden.

In New York wurden die Wachstumstitel im Nasdaq Composite Index ebenfalls verkauft. Der Index fiel 3,40 % auf 1 777,66 Punkte.

Die Aktie der Online-Agentur Pixelpark setzte ihre Talfahrt zum Wochenbeginn fort. Sie verloren 3,55 % auf 29,80 Euro. Anfang des Jahres hatte das Papier noch bei 40 gestanden. Händler verwiesen auf die negative Stimmung seit das Unternehmen das erste Quartal als "schwierig" bezeichnet hatte.

Bereits beim Börsendebüt fehlte dem Hersteller von Windkraftanlagen Nordex der Wind in den Rotoren. Der erste amtliche Kurs von 9 Euro, bereits am unteren Ende der Preisspanne, konnte sich nicht halten und schloss bei 8,30 Euro.

Bereits die Festlegung der Preisspanne ließ einen schwachen Börsenstart erahnen. Zu Beginn der Zeichnungsfrist hatte die Bookbuildingspanne noch 11,00 bis 14,00 Euro betragen, war dann aber vom Unternehmen mit Verweis auf die schwierige Marktlage auf 9,00 bis 11,50 Euro abgesenkt worden.

Um die Stimmung für Windenergie steht es derzeit nicht zum besten. "Es werden zu viele Windenergie-Aktien auf den Markt geworfen", sagte ein Händler. Am Freitag hatten Aktionäre der Plambeck Neue Energien AG auf einer außerordentlichen Hauptversammlung eine Kapitalerhöhung um 2,25 Mill. Euro auf 13,5 Mill. Euro beschlossen. Die 2,25 Mill. neuen Aktien sollen in dieser Woche am Markt plaziert werden.

Nachdem drei Aufsichtsräte den IT-Dienstleister Heyde mit sofortiger Wirkung verlassen haben, hat die Aktie der Heyde am Montag Federn gelassen. Der angeschlagene Titel notierte um 16.45 Uhr bei 2,12 Euro, 9,79 % leichter.

Am Freitag hatte der IT-Dienstleister angekündigt, dass drei Aufsichtsräte mit sofortiger Wirkung verlassen hatten. Einen Monat zuvor hatte Dieter Heyde, Chef und Gründer des Unternehmens, sein Amt zur Verfügung gestellt, nachdem Heyde enttäuschende Gewinn- und Umsatzzahlen für das vergangenen Jahr veröffentlicht hatte.

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