Der Nemax sank um 1,17 % auf 6 093,46 Zähler.
Daimler Chrysler zieht Dax deutlich ins Minus

Absatzprobleme mit der Marke Chrysler und die kritische Beteiligung an Mitsubishi führten zu Kurseinbrüchen der Daimler Chrysler-Aktie.

dpa FRANKFURT/MAIN. Kursverluste beim Index-Schwergewicht DaimlerChrysler haben am Dienstag die deutschen Standardwerte deutlich ins Minus gezogen. Händler sprachen von dünnen Umsätzen. Der deutsche Aktienindex Dax gab am Nachmittag um 0,77 % auf 7 159,06 Zähler nach. Der MDax aus 70 mittelgroßen Werten büßte 0,44 % auf 4 892,90 Punkte ein. Am Neuen Markt sanken die im Nemax 50 (Performance-Index) zusammengefassten Wachstumswerte um 1,17 % auf 6 093,46 Zähler.

In Paris gab der Euro-Stoxx 50 um 0,30 % auf 5 218,20 Punkte nach. Die Börsen in London und Paris verzeichneten ebenfalls Kursverluste.

Während die BMW -Aktie um 1,28 % auf 37,99 Euro anzog, gaben die Papiere von DaimlerChrysler um 2,83 % auf 56,56 Euro nach. "BMW läuft mit seinen Modellen sehr gut", erläuterte Analyst Hans Scholl von der Oppenheimer Finanzanalyse. Der Münchner Automobilhersteller hatte am Montag positive Absatzzahlen vorgelegt. DaimlerChrysler habe hingegen Absatzprobleme mit der Marke Chrysler in den USA, erklärte Scholl. Zudem werde die Beteiligung an Mitsubishi mittlerweile kritisch gesehen. Die Deutsche Bank hat ihre Gewinnerwartung für DaimlerChrysler von sechs auf 5,30 Euro je Aktie für das Jahr 2000 gesenkt.

Im Sog der schwachen Nasdaq-Vorgabe gaben Technologietitel im Dax nach. Die Aktie der Siemens-Halbleitertochter Infineon büßte 1,42 % auf 67,18 Euro ein. Auch das Papier des Softwareunternehmens SAP verbilligte sich um 1,85 % auf 283,61 Euro. Siemens -Aktien sanken um 0,28 % auf 180,06 Euro. Der Titel des Herstellers für elektronische Bauelemente Epcos drehte nach zwischenzeitlichen Verlusten deutlich ins Plus und kletterte um 1,30 % auf 108,90 Euro. Epcos werde im Stoxx-Index stärker gewichtet, sagten Händler.

Versicherungstitel setzten ihre Talfahrt vom Vortag fort.

Münchener Rück verbilligten sich um 1,50 % auf 313,50 Euro. Allianz gaben um 0,50 % auf 381,10 Euro nach. Beide Aktien litten Händlern zufolge unter der erwarteten geringeren Gewichtung in den europäischen Stoxx-Indices. Nach einem Pressebericht über den angeblichen Kauf der US-Investmentbank Wasserstein, Perella & Co für 1,5 Mrd. US-$ hat die Aktie der Dresdner Bank an Boden verloren. Der Titel büßte 1,70 % auf 51,36 Euro ein.

Die Aktie des Düsseldorfer Energiekonzerns Eon verteuerten sich um 2,11 % auf 56,69 Euro. Die Eon-Tochter Viag Interkom will sich Gerüchten zufolge aus dem Bieter-Konsortium für das TV-Kabelnetz der Deutschen Telekom in Bayern zurückziehen. Die HypoVereinsbank, die hinter dieser Bietergruppe steht, verhandele bereits mit anderen Interessenten über einen Einstieg. Der Versorger verkauft seinen Anteil an dem Telekommunikationsunternehmen im nächsten Jahr an British Telecom .

Zu den wenigen Gewinnern im Dax gehörte das Spezialdialyse- Unternehmens Fresenius Medical Care . Das Papier des zog bei schwachen Umsätzen um 2,54 % auf 100,05 Euro an. Chemie- und Pharmaunternehmen profitieren Händlern zufolge von dem festen US- $.

Der Euro bewegte sich leicht über der Marke von 86 US-Cent. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs mit 0,8614 $ fest. Der Dollar kostete damit 2,2705 DM.

Der Rentenmarkt bewegte sich kaum. Der Bund-Future lag unverändert bei 104,64 Punkten. Der Rentenindex Rex lag unverändert bei 109,55 Zählern. Die Umlaufrendite wurde von der Deutschen Bundesbank am Mittag mit 5,35 (Montag: 5,36) Prozent festgestellt.

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