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Der Neue Markt ist tot - Es lebe der TecDax

Wir alle müssen uns bald umstellen - wie die Börse - und einstellen auf eine veränderte Indexlandschaft.

Heute hat die Deutsche Börse AG auf einer Presse-konferenz die Einzelheiten der Neusegmentierung bekannt gegeben. Dazu auch den Zeitplan. Auf den ersten Blick sieht das alles ziemlich kompliziert - eben gewöhnungsbedürftig - aus. Und der Vor-Marsch der Anglizismen scheint unaufhaltsam zu sein. Aber: Das Unternehmen Deutsche Börse steht ja im internationalen Wettbewerb und gibt sich längst "bilingual". Was bereits publiziert wurde: In Zukunft wird es überhaupt nur noch zwei Marktsegmente geben. Und der Neue Markt stirbt. Das Maß aller Dinge wird der "Prime Standard" sein. Dort können alle Aktien rein, die hohe Transparenz- und Publizitätsanforderungen erfüllen - sozusagen die internationale Klasse. Alle Anderen müssen in das zweite Segment, das "General Standard" heißen wird. Einige Neuigkeiten gibt es in der Indexsyste-matik. Hier nur soviel: Nur Unternehmen im Prime Standard kommen in die diversen Auswahlindizes - in diesem ersten Segment werden vor allem der Dax-30 (wie bisher), ein auf 50 Werte verkleinerter MDax und der SDax angesiedelt sein. Daneben gibt im Prime Standard den neuen "TecDax", der die 30 größten Technologiewerte abbildet und parallel läuft zum Nemax-50, bis dieser voraussichtlich Ende 2004 abschafft werden kann. Die Neusegmentierung tritt schon zum Jahresbeginn 2003 in Kraft, die neue Indexwelt am 24. März 2003.

Und das ist das wichtige Zeichen: Die ursprüngliche Idee bleibt, nämlich steigende Transparenz zu fordern und moderne Tech-Branchen zu fördern. Das Ergebnis wird sein: Bessere Publizität von mehr börsennotierten Unternehmen - nicht nur von wenigen Top-Firmen des alten Neuen Markts. Zusammen mit dem verschärften Standeskodex der Analystenvereinigung DVFA sind damit innerhalb von zwei Tagen wichtige Maßnahmen deutscher Kapitalmarktkräfte angekündigt worden, um Vertrauen der Anleger zurück zu gewinnen.

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