Der Nigerianer ließ Tore für sich sprechen
Emmanuel Olisadebe - Polens eingebürgerter Torgarant

In einem Team ohne Stars ist Emmanuel Olisadebe der auffälligste Spieler. Nicht nur weil der gebürtige Nigerianer der erste Schwarze in Polens Nationalelf ist. Der Stürmer, der auf persönliches Betreiben von Staatspräsident Aleksander Kwasniewski eingebürgert wurde, trug mit seinen acht Toren in der Qualifikation maßgeblich zur ersten WM-Teilnahme seit 16 Jahren bei.

sid WARSCHAU. "Er ist ein wichtiger Teil der Mannschaft, aber er ist kein Star", sagt Kapitän Tomasz Waldoch über den 23-Jährigen, der von Nationaltrainer Jerzy Engel bei Polonia Warschau entdeckt worden war. Mittlerweile verdient Olisadebe wie die meisten seiner Nationalmannschaftskollegen sein Geld im Ausland - beim griechischen Spitzenklub Panathinaikos Athen.

Als der Stürmer im Sommer 2000 nach nur zwei Jahren in Polen die Staatsbürgerschaft erhielt, war die Skepsis zunächst groß. "Viele haben gesagt: Er ist kein richtiger Pole", erinnert sich Waldoch. Doch Olisadebe ließ Tore sprechen. "Er hat fast in jedem Spiel getroffen und sich so in die Herzen der Fans gespielt." Nicht zuletzt dank des Afrikaners lösten die Polen als erste Europäer nach Weltmeister Frankreich das WM-Ticket.

Waldoch vergleicht den Torjäger mit seinem belgischen Klubkollegen Emile Mpenza bei Schalke 04: "Er ist ein Sprintertyp, enorm schnell, aber auch sehr verletzungsanfällig. Er hat das Potenzial zu einem ganz Großen."

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