Der Radsport-Weltverband plant Reformen – Topstars könnten dann häufiger aufeinander treffen: Das ewige Duell im Sattel

Der Radsport-Weltverband plant Reformen – Topstars könnten dann häufiger aufeinander treffen
Das ewige Duell im Sattel

In den nächsten Tagen gibt es das große Duell schon einmal zur Probe. Lance Armstrong und Jan Ullrich radeln bei der Murcia-Rundfahrt ab heute ein bisschen nebeneinander her, so wie das in der Trainingsphase nicht anders zu erwarten ist.

BERLIN. Es ist Zufall, dass sich die beiden großen Radstars in Spanien treffen, und eine gute Gelegenheit, Werbung zu machen für den Showdown im Juli. Armstrong kokettiert mit Rücktritt und stichelt gegen seinen Rivalen und dessen Team US Postal, Ullrich zeigt sich demonstrativ unbeeindruckt. Vorgeplänkel.

Es sind ja auch noch vier Monate Zeit bis zur Tour de France, der wichtigsten aller Rundfahrten. Jener Veranstaltung, der eine 20 Kilometer lange Werbekarawane vorausfährt, die über 10 Millionen Präsente an die 15 Millionen Zuschauer an der Strecke verteilt. Und die drei Wochen lang weltweit im Fernsehen übertragen wird, viele Stunden täglich. Der Monopolist Tour de France hat sich vom Rest des professionellen Radsports in den vergangenen Jahren noch mehr entfernt als früher; die nur dafür trainierenden Armstrong und Ullrich ebenso.

Weltcup-Sieger Paolo Bettini, der sich das ganze Jahr über abmüht, kennt außerhalb der Fachwelt kaum jemand. Doch das soll sich ab dem kommenden Jahr ändern. Der Weltverband UCI plant einschneidende Reformen, die den Spitzen-Radsport in eine Art Profiliga verwandeln sollen. Der bisherige Weltcup und die Weltrangliste werden abgeschafft, die besten 20 Teams sollen die voraussichtlich 30 Rennen umfassende "Pro Tour" ausfahren. In die geschlossene Serie können sich Mannschaften für jeweils vier Jahre einkaufen, wenn sie entsprechende sportliche und finanzielle Voraussetzungen erfüllen. Diese Teams sind dann verpflichtet, an allen Rennen teilzunehmen.

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