Der Schandfleck
Olympischer Weltrekord mit aufgeklärten Dopingvergehen

Das Internationale Olympische Komitee (IOC) hat vier Stunden vor der Schlussfeier der Athen-Spiele ein Zeichen gesetzt und dem ungarischen Hammerwurf-Olympiasieger Adrian Annus seine Goldmedaille aberkannt.

HB ATHEN. Als Grund gab das IOC am Sonntag die Verweigerung einer Doping-Kontrolle an. Es war der dritte Olympiasieger, der in Athen über ein Doping-Vergehen gestolpert ist. Insgesamt wurden in Griechenland 23 Fälle aufgedeckt, so viele wie noch nie.

Dabei ist der Fall Annus einmalig in der Sportgeschichte. Der 31- Jährige war nach IOC-Angaben vor und nach seinem Sieg am 22. August zwei Mal negativ getestet worden. Bei der Analyse dieser zwei Proben wurde jedoch der Verdacht genährt, dass der von ihm abgegebene Urin nicht nur von ihm sondern von "zwei verschiedenen Athleten" stammen müsse, hieß es in der IOC-Urteilsbegründung. Deshalb schickte das IOC seinen Tester zu einer dritten Probeentnahme nach Ungarn. Der dorthin zurückgereiste Annus verweigerte allerdings am Freitag diese Nachprobe.

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