Der Schweizer Tennis-Profi gewinnt erstmals US-Open
Federer lässt Hewitt keine Chance

Nicht einmal zwei Stunden dauerte das Finale der US-Open, dann stand fest: Roger Federer holt sich den dritten Grand-Slam-Titel in diesem Jahr. Das hatte es zuletzt 1988 gegeben.

HB NEW YORK. Der Schweizer Tennis-Profi Roger Federer hat erstmals die US Open gewonnen. Der 23-Jährige siegte im Finale 6:0, 7:6 (7:3), 6:0, gegen den Australier Lleyton Hewitt, der damit seinen zweiten Triumph in New York nach 2001 verpasste. Für Federer ist es der vierte Grand-Slam-Titel seiner Karriere, in diesem Jahr hat der Baseler bereits die Australian Open und Wimbledon gewonnen. Drei Grand-Slam-Turniere in einer Saison hatte zuletzt 1988 der Schwede Mats Wilander für sich entschieden.

Das Finale 2004 verlief unerwartet einseitig und spannungslos. Hewitt verlor dabei als erster US-Open-Endspielteilnehmer seit 1884 zwei Sätze ohne Spielgewinn. Die frühere Nummer eins erwischte einen ganz schwachen Start und gab jeweils nach Doppelfehlern seine ersten beiden Aufschlagspiele ab. Federer überrollte den sonst so laufstarken und viele Bälle zurückbringenden Tennis-Arbeiter mit seinem druckvollen und präzisen Spiel förmlich. Nach nur 18 Minuten gab Hewitt erstmals während des laufenden Turnier einen Satz ab.

Federer holte sich auch noch die nächsten beiden Spiele, doch angefeuert von den 21 000 Zuschauern im nicht ganz gefüllten Arthur-Ashe-Stadium fand Hewitt langsam besser in die Partie. Zudem unterliefen Federer nun auch Fehler. Er nutzte seine Chancen nicht mehr so konsequent und vergab bei einer 5:4-Führung drei Satzbälle. Hewitt konnte dem Weltranglisten-Führenden daraufhin den Aufschlag zum 5:5 abzunehmen.

Doch Federer blieb wie immer gelassen und gewann den Tiebreak klar. Der zweite Satz dauerte immerhin 1:08 Stunden. Im dritten dominierte Federer sofort wieder nach Belieben und nutzte in dem zumeist spannungslosen Finale nach nur 1:51 Stunden seinen zweiten Matchball.

Federer kam damit zu seinem vierten Sieg nacheinander gegen Hewitt, der acht der zuvor 13 Vergleiche gewonnen hatte und nach zuletzt 16 Einzelsiegen erstmals wieder verlor. Für den Sieger gab es eine Million Dollar Preisgeld, Hewitt kassierte 500 000 Dollar für den Finaleinzug sowie weitere 250 000 als erfolgreichster Spieler während einer US-Turnierserie vor den US Open.

In der Tennis-Weltrangliste diesen Jahres konnte Federer seinen Vorsprung noch einmal deutlich ausbauen: mit 1 087 Pnkten liegt er jetzt mehr als 400 Punkte vor dem Amerikaner Andy Roddick, US-Open-Finalist Hewitt ist Dritter. Bester Deutscher ist Nicolas Kiefer auf Rang 15, gefolgt von Thomas Haas auf Platz 19 und Rainer Schüttler als 29.

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