Der Staat fördert die private Altersvorsorge
Rente à la Riester oder lieber Rürup?

Wer heute jung ist, dem wird im Alter das Geld knapp. Bislang konnten Rentner damit rechnen, über rund 70 Prozent ihres letzten Einkommens verfügen zu können. "In einigen Jahrzehnten werden sie allerdings mit rund 40 Prozent auskommen müssen", sagt Bernd Katzenstein, Sprecher des Deutschen Instituts für Altersvorsorge (DIA).

HB DÜSSELDORF.Private Vorsorge heißt die Lösung und mit deren Umsetzung hapert es noch. Deshalb hilft der Staat den Bürgern auf die Sprünge, indem er die privaten Altersvorsorge fördert. Zwei Varianten hat er im Angebot: die Riester-Rente, mit staatlichen Zulagen gefördert, und ab dem Jahr 2005 die Rürup-Rente, eine kapitalgedeckte Kopie der gesetzlichen Rente.

Damit wird das Dickicht der Altersvorsorge-Varianten noch undurchsichtiger. "Für jeden sind deshalb individuelle Berechnungen nötig, welche Form der Altersvorsorge die sinnvollste ist", sagt Manfred Baier, Wirtschaftsprüfer bei der Nürnberger Kanzlei Rödl & Partner.

So hatte die Riester-Rente von Anfang an ein Image-Problem und mutiert mittlerweile zum Ladenhüter, auch, weil "die Provisionen für die Vermittler nicht so lukrativ sind, die Zahlungen an sie verteilen sich auf mehrere Jahre", sagt Katzenstein. "Deswegen bemüht sich die Branche nicht so sehr, das Produkt an den Mann zu bringen."

Dabei ist das Modell besser als sein Ruf und nach der neuesten Renovierung auch weniger kompliziert. Die Riester-Rente lohnt sich eigentlich für jeden. Denn "wer wenig Zulagen bekommt, der profitiert dennoch vom zusätzlichen Steuervorteil", sagt Martin Zsohar, Chefmathematiker des Versicherungsanalysehauses Morgen & Morgen.

Die maximal förderfähige Einzahlungssumme beträgt zurzeit 1 050 Euro im Jahr, Tendenz steigend. Erst mit Eintritt des 60. Lebensjahres beginnt die Auszahlung - bis zum Lebensende. Nach Beginn der Rentenauszahlung darf der Rentner maximal 20 Prozent entnehmen - riestert er erst ab dem Jahr 2005 sogar 30 Prozent. Vor dem 60. Geburtstag gibt es kein Geld. Allerdings kann der Sparer beispielsweise für den Hauskauf eine Summe entnehmen, die er später wieder zurück zahlt.

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