Der Umsatz sank wegen der Stärke des Yen um 1,5 % auf 1,5 Billionen Yen
Mitsubishi Motors tief in der Verlustzone - Euroschwäche belastet

Mitsubishi Motors teilte mit, der Gruppenverlust habe sich zwischen April und September nahezu auf netto 75,6 Mrd. Yen (1,6 Mrd. DM/807 Mio Euro) nach 38,5 Mrd. Yen im Vorjahr verdoppelt.

dpa TOKIO. Der japanische DaimlerChrysler-Partner Mitsubishi Motors ist im ersten Geschäftshalbjahr tief in die Verlustzone gefahren. Wie der von einem Vertuschungsskandal erschütterte Autobauer am Montag bekannt gab, verdoppelte sich der Gruppenverlust zwischen April und September nahezu auf netto 75,6 Mrd. Yen (1,6 Mrd. DM/807 Mio Euro) nach 38,5 Mrd. Yen im Vorjahr. Mitsubishi machte dafür unter anderem den schwachen Euro und starke Umsatzeinbußen in Japan und Europa verantwortlich. Der Umsatz sank wegen der Stärke des Yen um 1,5 % auf 1,5 Billionen Yen.

In Folge des schwachen Euro verbuchte der Konzern in Europa einen operativen Verlust von 13,3 Mrd. Yen. Massive Rückrufe in Folge des Vertuschungsskandals belasteten die Bilanz des hoch verschuldeten Konzerns zudem mit 10,5 Mrd. Yen. Mitsubishi hatte jahrelang Tausende von Kundenbeschwerden über technische Defekte systematisch und gezielt verheimlicht. Zusätzlich verhagelt wurde die Halbjahresbilanz durch 64,3 Mrd. Yen für die Deckung fehlender Pensionsreserven. Der Vertuschungsskandal sowie die Euroschwäche dürften Mitsubishi auch im restlichen Jahresverlauf arg zusetzen.

So kalkuliert der Konzern im zweiten Halbjahr weitere 11,5 Mrd. Yen zur Finanzierung der notwendigen Rückrufaktionen ein. Angesichts der schlechten Aussichten in Japan und Europa rechnet Mitsubishi für das am 31. März endende Gesamtjahr erstmals mit einem operativen Verlust in konsolidierter Rechnung von 30 Mrd. Yen.

Zudem dürfte ein Nettoverlust von 140 Mrd. Yen auflaufen, nachdem sich im Vorjahr noch ein Fehlbetrag von 23,3 Mrd. Yen ergeben hatte. Mit finanzieller Hilfe seines neuen Hauptaktionärs DaimlerChrysler will der Autokonzern die Schulden bis zum Ende des Geschäftsjahres auf 1,3 Billionen Yen senken, nachdem zum 30. September rund 1,6 Billionen Yen Schulden angefallen waren. Der Umsatz dürfte sich zudem erstmals seit drei Jahren erhöhen, und zwar um leichte 1,9 % auf 3,4 Billionen Yen, hieß es weiter.

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