Der Wille zählt
Ramelow traut sich Nowotny-Rolle zu

Trotz der verletzungsbedingten Absagen kann die deutsche Nationalmannschaft nach Ansicht ihres Defensivspielers Carsten Ramelow bei der WM in Japan und Südkorea mindestens das Viertelfinale erreichen.

rtr BERLIN. "Die Mannschaft ist stark genug, um weiter zu kommen als bis ins Achtelfinale", sagte der 28-jährige Spieler des deutschen Vize-Meisters Bayer Leverkusen dem Sportmagazin "Kicker". Dass viele Menschen in Deutschland wegen der Absagen und Verletzungen wichtiger Spieler schwarz sähen, verwundere ihn nicht. "Aber: Ich persönlich mag es, wenn uns keiner was zutraut", sagte Ramelow, der bisher 25 Mal für Deutschland spielte.

"Entscheidend bei einem so langen Turnier ist doch, dass alle bedingungslos den Erfolg wollen", sagte Ramelow weiter. Das sei bei der Europameisterschaft 2000 in Belgien und den Niederlanden nicht der Fall gewesen. "Und das ist heute anders. Davon bin ich überzeugt." Deutschland hatte es bei dem Turnier vor zwei Jahren nicht geschafft, über die Vorrunde hinaus zu kommen.

Deutschlands Teamchef Rudi Völler muss bei der WM in Asien auf mehrere seiner Leistungsträger verzichten. Unter anderem fällt Abwehrchef Jens Nowotny von Bayer Leverkusen verletzt aus. Als Vertretung für den Verteidiger ist Ramelow im Gespräch. "Wenn es so kommen sollte, dann mache ich das, keine Frage", sagte Ramelow. Er habe sowohl im Verein, als auch in der Nationalelf bereits auf Nowotnys Position gespielt. "Ich kann das." Sportlich sei das Fehlen seines Vereinskollegen eine deutliche Schwächung der Nationalmannschaft, ergänzte Ramelow. "Aber es wird auch ohne Jens gehen müssen."

Das deutsche WM-Aufgebot ist am Donnerstag in seinem WM-Trainingsquartier im japanischen Miyazaki angekommen. Am 1. Juni trifft Deutschland in seinem ersten WM-Gruppenspiel auf Saudi-Arabien. Weitere Gegner Deutschlands in der Vorrundengruppe E sind Irland am 5. Juni und Kamerun am 11. Juni.

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