Der zweite Itanium-Chip „McKinley“ ist nur für Server konzipiert
Intel will mit neuen Chips aus dem Absatztal

Eine neue Chip-Entwicklung soll den Halbleiterhersteller aus der Rezession führen, sagt Intel-Chef Craig Barrett. Der "McKinley"-Chip wurde erstmals auf der Entwicklermesse in Kalifornien vorgestellt.

ruk SAN JOSE. "Neue Produkte und neue Technologien werden uns aus der Rezession führen!" Diese Aussage zog sich wie ein roter Faden durch die Eröffnungsrede von Intel-Chef Craig Barrett auf der Entwicklerkonferenz des größten Halbleiterherstellers in San Jose, Kalifornien. Unternehmen, die weiter in Entwicklung investieren, werden nach Barrets Ansicht die Gewinner sein.

Die im halbjährigen Rhythmus stattfindende Veranstaltung im Convention Center der "Hauptstadt des Silicon Valley" gilt unter Ingenieuren, Programmierern und Industriebeobachtern als wichtige Vorschau auf die nächsten Entwicklungen in der Chipindustrie.

Das größte Augenmerk galt diesmal der neuen Chipserie "McKinley" von Intel. Sie ist nach dem unter dem Kodenamen Merced entwickelten Debütanten der zweite Prozessor der nun "Itanium" genannten Chipserie. Die Entwicklung von Intels erster Prozessorserie mit einem 64-Bit-Datenbus wurde vor einigen Jahren gemeinsam mit Hewlett-Packard aus dem benachbarten Palo Alto gestartet, musste seither aber deutliche Verspätungen und Rückschläge hinnehmen.

McKinley-Chip wird vorgestellt

Auf dem Entwicklerforum zeigte Intel den "McKinley"-Chip als "First Silicon" - in den ersten im Chipwerkstoff Silizium gegossenen Prototypexemplaren. Trotz des frühen Entwicklungsstadiums gelang es den Mitarbeitern aus dem Intel-Labor, darauf sowohl Demobeispiele von Microsofts geplanten Betriebssystem Windows XP wie auch des Rivalen Linux laufen zu lassen.

Die neue Chipserie ist nicht für den Einsatz auf Personalcomputern am Arbeitsplatz gedacht, sondern explizit als eine Serie von Serverprozessoren, vor allem für Modelle im oberen Leistungsbereich, konzipiert. Nach Angaben von Paul Ottelini, General Manager von Intels Chiparchitekturgruppe, soll der "McKinley"-Chip noch in diesem Jahr in die so genannte Pilot-Produktion gehen. Eine breit angelegte kommerzielle Serienfertigung ist erst für das kommende Jahr geplant.

Der erste Chip der Itanium-Serie (Merced) soll nach langer Verspätung nun im nächsten Quartal auf den Markt kommen. Der ursprüngliche Stapellauf war für 1999 geplant. Mit der Itanium-Serie will Intel endlich Serverprozessoren anbieten, die auch auf Rechner mit mehr als zwei oder vier Prozessoren im Verbund eingesetzt werden können.

Itanium-Chips werden auf der Cebit Ende März in Hannover bei Intel, aber auch auf den Ständen der verschiedenen Computerhersteller eine große Rolle spielen.

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