Derzeit unangefochtener Marktführer in China
Volkswagen strebt höheres Gewicht in China-Beteiligungen an

Reuters PEKING/HAMBURG. Der Volkswagen-Konzern erwägt, Anteile an seinen Gemeinschaftsunternehmen in China zu erhöhen. Ein Sprecher sagte am Montag, sobald sich die Möglichkeit dazu böte, wolle man mit den Partnern Gespräche darüber aufnehmen. Volkswagen ist zusammen mit chinesischen Partnern an mehreren Gemeinschaftsunternehmen beteiligt. Im Zusammenhang mit dem bevorstehenden Beitritt Chinas zur Welthandelsorganisation (WTO) wird erwartet, dass Volkswagen einen größeren Einfluss in den Gemeinschaftsunternehmen anstreben wird.

Mit dem geplanten WTO-Beitritt Chinas werden Zölle gesenkt, wodurch sich auch der Markt für Importe öffnet. Konkurrenz wird vor allem aus Japan aber auch aus Europa erwartet. Experten rechnen damit, dass China die Importzölle im Zuge des WTO-Beitritts massiv senken wird und sich der Anteil an Importautos dadurch vervielfacht. Die Preise dürften dadurch ebenfalls sinken. Volkswagen ist mit einem Anteil von rund 50 % derzeit unangefochten Marktführer in China. Durch ein höheres Gewicht in den Gemeinschaftsunternehmen hätte der Konzern mehr Einfluss etwa auf die Auswahl von Zulieferern oder bei der Festlegung von Qualitätsstandards.

Die "Financial Times" (FT) zitierte den Volkswagen-Konzernbeauftragten in China, Erich Schmitt, mit den Worten, man wolle mit den Partnern über eine solche Option verhandeln, sobald dies unter WTO-Regeln machbar sei. Volkswagen ist an der Shanghai Automotive Industrial Corporation (SAIC) und der First Automobile Works (FAW) in Changchun beteiligt. An SAIC hält Volkswagen den Angaben eines Unternehmenssprechers zufolge bereits die Hälfte der Firmenanteile. Eine Mehrheitsübernahme scheide aus, hieß es. An FAW hält der Wolfsburger Autokonzern 40 %, während mit 60 % die Mehrheit bei den chinesischen Partnern liegt. Über eine Erhöhung würden zurzeit aber keine Gespräche geführt, sagte Schmitt. Er verwies der Zeitung zufolge auch auf die Möglichkeit, Anteile an Vertriebs- und Marketing-Gesellschaften zu erhöhen, an denen Volkswagen ebenfalls mit chinesischen Partnern beteiligt ist.

Schmitt äußerte sich zudem unzufrieden über die komplizierten Genehmigungsverfahren, an denen in China oft mehrere Entscheidungsebenen unterschiedlicher Ministerien beteiligt sind.

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