Design in Anlehnung an 7er
BMW greift mit neuem 5er E-Klasse an

Für BMW wird es ab Juli richtig ernst. Mit dem neuen 5er-Modell muss der Münchener Autobauer verlorenen Boden gut machen, um seine Prognosen zu halten. "Der 5er ist eine Säule des Konzerns und von unheimlicher Bedeutung, nicht nur aus Volumen-, sondern auch Ertragssicht", sagt BMW-Finanzchef Stefan Krause bei einer Fahrzeugvorstellung auf Sardinien. Auf die Limousine der oberen Mittelklasse entfällt ein Fünftel des Konzernabsatzes.

mwb CAGLIARI. Im ersten Quartal war das Ergebnis um 18 % auf 830 Mill. Euro eingebrochen. Auch das zweite Quartal verlief nach Konzernangaben ähnlich. Als Grund der deutlichen Absatzrückgänge bei der Marke BMW nennt der Konzern den Modellwechsel des 5er sowie hohe Entwicklungskosten. Krause bekräftigte nach den positiven Reaktionen auf das neue Modell die ehrgeizigen Ziele für 2003. Der Konzern peilt trotz Autoflaute neue Absatzrekorde bei der Marke Mini und BMW an und will das Vorjahresergebnis erreichen.

Mit dem neuen 5er wird sich nach den unterschiedlichen Reaktionen auf das Flaggschiff 7er und den Sportwagen Z4 aber auch entscheiden, ob sich die neue, Flächen betonende Design-Linie von BMW nachhaltige Anerkennung verschafft. "Das Auto sieht absolut wie aus einem Guss aus", schwärmt Krause.

Der 5er ist das erste Volumenmodell im neuen, absichtlich heterogenen BMW-Gesicht und muss gegen den Marktführer E-Klasse von Mercedes antreten. Insgesamt will der Konzern im ersten vollen Jahr der Verfügbarkeit (2004) über 190 000 Fahrzeuge verkaufen, 30 % davon in Deutschland, wo das Design des Flaggschiffs 7er heftig kritisiert wurde. BMW ließ seine besten Leute ran. "Für den 5er bekommt man die erste Garde", bestätigt Projektleiter Walter Wohnig. Vor 54 Monaten begann der 48-Jährige, gemeinsam mit sechs Kollegen aus allen wichtigen Abteilungen das Lastenheft umzusetzen. Neben den technischen Details fanden vor allem die Kundenwünsche nach mehr Beinfreiheit hinten und größeren Kofferraum Eingang.

Nach 20 Monaten standen die Prototypen, nach 24 Monaten entschied sich der Vorstand für eine Variante. 30 Monate blieben dann noch bis zur Markteinführung. Um 55 Kilo Gewicht zu sparen, wurde das vordere Drittel der Karosserie in Aluminium gefertigt. Das vorne eingesparte Gewicht ermöglicht die gleichmäßige Achslastverteilung 50/50 und macht das Auto agiler. "Bei gleicher Motorversion übertrifft das neue Modell in der Basisversion einen top ausgestatten Vorgänger in allen Belangen", versichert Wohnig. Weitere Leckerbissen wie aktive Lenkung, Head-up-Display auf der Frontscheibe, bewegliche Scheinwerfer oder Sicherheits- Reifen kosten rund 5 000 Euro extra und verteuern die bei 35 000 Euro beginnenden Basisversionen.

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