Designierter SPD-Chef gibt sich dennoch optimistisch
Müntefering: Kein Rückenwind aus Berlin

Der designierte SPD-Parteivorsitzende Franz Müntefering hat für die Niederlage seiner Partei auch die Bundespolitik verantwortlich gemacht.

HB BERLIN. "Es wird ganz sicher so sein, dass wir von der Bundespolitik aus den Hamburgern keinen Rückenwind gegeben haben", sagte Müntefering am Sonntag. "Wir wissen, dass die Erneuerungspolitik, die wir begonnen haben im letzten Jahr, anstrengend war für die Vermittlung nach draußen hin." Er sei aber zuversichtlich, dass die Zustimmung der Menschen zur Reformpolitik gewonnen werden könne. Bei der Europawahl in 105 Tagen und bei den anderen in Deutschland anstehenden Wahlen werde es wieder Rückenwind aus Berlin geben.

Müntefering sagte, die Auswirkungen des angekündigten Wechsels an der SPD-Spitze seien angesichts der verschiedenen anderen Faktoren kaum zu ermitteln. Er wies jedoch darauf hin, dass es für die SPD vor drei bis vier Wochen schlimmer ausgesehen habe. "Das ist doch ein Hoffnungsschimmer, dass es vorangehen kann." Mit ausschlaggebend für das Wahlergebnis sind nach seiner Ansicht auch stadtpolitische Faktoren gewesen: "Die Personalisierung dieses Wahlkampfes ist offensichtlich gelungen." Die CDU hatte einen ganz auf ihren Spitzenkandidaten Ole von Beust zugeschnittenen Wahlkampf geführt.

Die CDU erreichte ersten Hochrechnungen zufolge erstmals die absolute Mehrheit der Stimmen in der Hansestadt, die SPD sackte auf einen neuen Tiefststand ab.

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