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Designierter US-Heimatschutzminister will Amt nicht übernehmen

Überraschend hat der von US-Präsident George W. Bush als Heimatschutzminister nominierte ehemalige New Yorker Polizeichef Bernard Kerik seine Kandidatur zurückgezogen.

dpa WASHINGTON. Überraschend hat der von US-Präsident George W. Bush als Heimatschutzminister nominierte ehemalige New Yorker Polizeichef Bernard Kerik seine Kandidatur zurückgezogen.

Nach US-Medienberichten vom späten Freitagabend (Ortszeit) in Washington schrieb Kerik in einem Brief an Bush, er wolle aus "persönlichen Gründen" das Amt nicht übernehmen. Kerik erklärte, er sei überzeugt, seine Nominierung würde nicht im Interesse der Regierung, des Ministeriums oder der amerikanischen Bevölkerung sein. Kerik habe Bush von seiner Entscheidung auch in einem Telefongespräch in Kenntnis gesetzt, sagte der Pressesprecher des Weißen Hauses, Scott Mcclellan.

Kerik war bereits kurz nach seiner Nomierung in US-Medien in die Kritik geraten. Es war befürchtet worden, dass Kerik die Erfahrung für die Leitung einer riesigen Behörde wie dem Heimatschutzministerium mit etwa 180 000 Angestellten fehlen könnte. Zudem erhielt Kerik mehr als sechs Mill. Dollar in Aktienoptionen von einem Waffenhersteller, der Geschäftsbeziehungen zum Heimatschutzministerium hat und diese noch ausbauen will, berichtete der US-Fernsehsender Fox News. Auch sein persönliches Verhalten als Berater im provisorischen irakischen Innenministerium war kritisiert worden.

Der US-Nachrichtensender CNN berichtete, Kerik habe in seinem Schreiben erklärt, es gebe möglicherweise Probleme mit dem rechtlichen Status eines Kindermädchens, das er vor Jahren beschäftigt habe. Auch habe er keine Einkommensteuern für sie entrichtet. Dies sei ihm klar geworden, als er Dokumente durchgesehen habe, die er für seine Bestätigung bei einer Senatsanhörung benötigte.

Kerik war von Bush am 3. Dezember als "ungemein qualifizierter" Nachfolger des ausscheidenden Heimatschutzministers Tom Ridge nominiert worden. Kerik war Chef der New Yorker Polizei zur Zeit der Terroranschläge vom 11. September 2001.

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