Deuss warnt vor Anhebung der Mehrwertsteuer
10 000 Insolvenzen drohen im Einzelhandel

Der Einzelhandel Branche müsse 2003 wegen der knappen Eigenkapitalausstattung der Unternehmen und der zunehmend erschwerten Kreditaufnahme mit nahezu 10 000 Insolvenzen und dem Verlust von 30 000 Arbeitsplätzen rechnen, sagte Walter Deuss, Präsident der Bundesarbeitsgemeinschaft der Mittel- und Großbetriebe des Einzelhandels (BAG) am Dienstag.

Reuters BERLIN. "Im Einzelhandel herrscht immer noch Winter" sagte Deuss und dämpfte Erwartungen auf eine Erholung der Branchenkonjunktur. Es sei reiner Zweckoptimismus, wenn viele Einzelhändler in diesem Jahr von einer besseren Umsatzentwicklung ausgingen als 2002.

Vor dem BAG hatten bereits der Hauptverband des Deutschen Einzelhandels (HDE) und die Bundesvereinigung der deutschen Ernährungsindustrie (BVE) düstere Prognosen für 2003 abgegeben. Der HDE rechnet inflationsbereinigt mit einem Umsatzminus von 1,5 Prozent und nominal sogar um 2,5 Prozent. 2002 hatte der deutsche Einzelhandel sein schlechtestes Jahr seit Jahrzehnten verbucht. Der inflationsbereinigte Umsatz war nach Angaben des Statistischen Bundesamtes um 2,3 Prozent geschrumpft.

BAG-Präsident Deuss warnte nachdrücklich vor einer Anhebung der Mehrwertsteuer, wie sie zuletzt von Unions-Vize- Frakionschef Friedrich Merz (CDU) und von Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Peer Steinbrück (SPD) in die Diskussion eingebracht wurde. Eine weitere Kaufkraftminderung würde das Konsumklima zusätzlich belasten, sagte Deuss.

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