Deutlich gewonnen
Deutsche Basketballer schlagen Neuseeland

Dem deutschen Team fehlt bei der WM für den Einzug ins Viertelfinale nur noch ein Sieg.

dpa INDIANAPOLIS. Deutschlands Basketballer haben in der Nacht zum Dienstag bei der 14. Weltmeisterschaft in Indianapolis einen Riesenschritt in Richtung Viertelfinale getan. Die Auswahl des Deutschen Basketball Bundes (DBB) startete mit einem deutlichen 84:64 (39:32)-Sieg gegen Neuseeland in die WM-Zwischenrunde. Um ganz sicher die Runde der letzten Acht zu erreichen, benötigt das DBB-Team aus den beiden noch ausstehenden Spielen gegen Argentinien an diesem Mittwoch (00.30 MESZ) und Russland (Donnerstag/00.30 MESZ) noch einen Sieg. Die jeweils ersten Vier der beiden Sechser-Gruppen E und F erreichen das Viertelfinale.

Gegen den ohne seinen am Auge verletzten NBA-Profi Sean Marks (Miami Heat) angetretenen Ozeanienmeister, der in der Vorrunde immerhin die Russen mit 90:81 geschlagen hatte, fiel die erstmals schwache Wurfleistung des deutschen Stars Dirk Nowitzki nicht ins Gewicht. Der 24-jährige NBA-Profi von den Dallas Mavericks traf nur fünf seiner 16 Versuche aus dem Feld. Mit 17 Punkten war Nowitzki dennoch zusammen mit dem künftig für den spanischen Spitzenclub Unicaja Malaga spielenden Ademola Okulaja (17/9 Rebounds/7 Assists) bester Werfer vor den beiden Berliner Youngstern Mithat Demirel (14) und Misan Nikagbatse (13).

Titelverteidiger Jugoslawien erlebte zum Zwischenrunden-Auftakt eine böse Überraschung. Der von dem früheren deutschen Bundestrainer Svetislav Pesic betreute Welt- und Europameister leistete sich eine 83:85-Niederlage gegen Puerto Rico. Es war bereits die zweite nach dem 69:71 gegen Spanien. "In dieser Form haben wir keine Mannschaft für ein Finale", gestand Pesic, der damit rechnen muss, den Titel an die USA zu verlieren. Der erstmals mit dem bisher verletzten Lokalmatadoren Reggie Miller (Indiana Pacers/3) angetretene Gastgeber mit Paul Pierce (Boston Celtics) als Topscorer (27) ließ Russland ohne den verletzten NBA-Profi Andrej Kirilenko beim 106:82 keine Chance.

Neben dem dreimaligen Weltmeister USA (8:0 Punkte) hat sich in der deutschen Zwischenrunden-Gruppe F auch Argentinien (8:0) vorzeitig für das Viertelfinale qualifiziert. Der WM-Geheimtipp aus Südamerika hatte beim 95:71 gegen China keinerlei Probleme. In der Gruppe E zogen Spanien (8:0) nach dem 87:64 gegen die Türkei und Brasilien (8:0) durch den erst in der Verlängerung erzielten 86:83-Erfolg über Angola in die Runde der letzten Acht ein.

Nach seinem ersten WM-Sieg - 91:67 gegen Libanon - spielte Kanada am Dienstag um Platz 13 gegen Venezuela, das Algerien mit 98:83 schlug. Die Libanesen, die am Sonntag ihren früher für den BSC Saturn Köln spielenden Trainer John Neumann gefeuert hatten, stritten sich mit Algerien um den vorletzten WM-Platz.

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