Deutlich mehr Pleiten, aber Mehrheit hofft auf steigende Gewinne
Im Handel herrscht bessere Stimmung

ap HAMBURG. Im Handel hat sich im Laufe dieses Jahres bessere Stimmung breitgemacht: In einer am Dienstag in Hamburg veröffentlichten Umfrage der Creditreform sprachen fast 33 % der Großhändler von einer sehr guten oder guten Geschäftslage. Vor einem Jahr waren es nur gut 27 %. Von den Einzelhändlern beurteilten 26 % die Lage als gut. Die Creditreform hatte 2 100 Großhändler und 1 900 Einzelhändler befragt. Allerdings beurteilten immerhin 13,6 % der Groß- und 18,1 % der Einzelhändler ihre Wirtschaftslage als schlecht.

Fast 43 % der Groß- und 36 % der Einzelhändler erwarten höhere Umsätze. In beiden Geschäftsbereichen befürchten nur jeweils etwa 20 % sinkende Umsätze. Bei den Erträgen sind die Hoffnungen der Einzelhandelsgeschäfte allerdings etwas gedämpfter: 23,5 % der Einzelhändler erwarten mehr Gewinn, 32 % erwarten weniger Erträge. Der Großhandel ist etwas zuversichtlicher: 30 % erwarten mehr Gewinn, 25,5 % befürchten kleinere Renditen.

Kräftig gesunken ist die Zahl der investitionsbereiten Händler: beim Einzelhandel ging es hinunter von 35 % auf 31 %, beim Großhandel von 42 % auf 33 %. Gestiegen ist die Zahl der Firmenpleiten im Handel: Im ersten Halbjahr 2000 waren es im Einzelhandel 1 760, 21 % mehr als im Vorjahreszeitraum, im Großhandel 1 270 Pleiten, zehn Prozent mehr.



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