Deutlich unter dem Vorjahresniveau
Wieder mehr Erstanträge auf US-Arbeitslosenhilfe

Die Zahl der Erstanträge auf US-Arbeitslosenhilfe ist in der Woche zum 26. Januar wieder gestiegen. Der am Donnerstag in Washington vorgelegte Bericht des Arbeitsministeriums zeigt jedoch zugleich, dass sich der Arbeitsmarkt trotz seiner andauernden Schwäche angesichts erster Signale einer Konjunkturerholung langsam erholt.

Reuters WASHINGTON. Nach dem Bericht nahm die Zahl der Anträge auf 390 000 von 360 000 in der Vorwoche zu. Analysten hatten 387 000 Anträge erwartet. Die US-Notenbank (Fed) hatte am Vorabend ihre Entscheidung, ihren Schlüsselzins mit 1,75 % unverändert zu lassen, damit begründet, dass die Aussichten für eine konjunkturelle Erholung vielversprechender geworden seien.

Im gleitenden Vierwochedurchschnitt, der die Spitzen der einzelnen Wochenergebnisse glättet, nahm die Zahl der Erstanträge jedoch um 12 250 auf 386 000 ab und erreichte damit das niedrigste Niveau seit dem 18. August 2001. Ein weiteres Indiz für eine allmähliche Besserung am Arbeitsmarkt lieferten die unbereinigten Zahlen des Ministeriums. Danach fiel die Zahl der Anträge auf 431 619 von 558 583 in der Vorwoche. Die Zahl lag damit deutlich unter dem Niveau der entsprechenden Vorjahreszeit und unter den im Oktober 2001 erreichten Spitzenwerten von mehr als 500 000 Anträgen.

Weiter teilte das Ministerium mit, die Beschäftigungskosten seien im vierten Quartal 2001 im Vergleich zu den drei vorangegangenen Monaten zurückgegangen, gegenüber dem Jahr 2000 jedoch mit einer unveränderten Rate gestiegen. Der Index der Beschäftigungskosten, in die Löhne, Gehälter und Bonuszahlungen einfließen, sei im Schlussquartal 2001 um 0,9 % nach 1,0 % im Vorquartal gestiegen. Im Gesamtjahr habe die Zunahme wie im Vorjahr 4,1 % betragen.

Zugleich berichtete das US-Arbeitsministerium, die persönlichen Einkommen der Amerikaner hätten im Dezember zum Vormonat wieder zugenommen, nachdem diese im November gegenüber Oktober unverändert geblieben seien. Die persönlichen Einkommen seien um 0,4 % und die verfügbaren Einkommen um 0,3 % gestiegen. Dagegen seien die Ausgaben im Dezember weiter um 0,2 % rückläufig gewesen nach einem Minus von 0,3 % im November.

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