Deutlich weniger neue Aufträge
Steag Hamatech hinkt hinterher

Der Spezialanlagenbauer Steag Hamatech spürt weiterhin starke Zurückhaltung bei der Nachfrage nach Produktionsanlagen für optische Speichermedien. Im Gegensatz zum größeren Konkurrenten Singulus hat Steag Hamatech im ersten Quartal deutlich weniger neue Aufträge als erwartet erhalten.

Reuters STERNENFELS. Das Unternehmen teilte am Dienstag in Sternenfels mit, im ersten Quartal des laufenden Jahres sei der Auftragseingang mit 23,2 Mill. ? deutlich hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Im Vorjahresquartal waren Aufträge über 44,1 Mill. ? eingegangen. Steag Hamatech äußerte sich jedoch zuversichtlich, im Rahmen laufender Kundengespräche im zweiten Vierteljahr eine "nennenswerte Steigerung" im Auftragseingang für Anlagen zur Produktion wiederbeschreibbarer CDs (CD-R) und von DVDs zu erzielen.

An der Börse gaben die im SDax notierten Aktien kräftig nach und verloren in einem gut behaupteten Gesamtmarkt mehr als zehn Prozent auf 2,91 ?. Der Aktienkurs des größten Konkurrenten Singulus behauptete sich dagegen mit minus 0,3 % bei 15,30 ? knapp. Singulus hatte am Montag über einen Rekord-Auftragseingang im ersten Quartal von 128 Mill. ? berichtet und verfügte damit Ende März über einen Auftragsbestand in Höhe von 130,1 Mill. ?. Beim kleineren Wettbewerber Steag Hamatech belief sich der Auftragsbestand Ende März auf knapp die Hälfte dieses Volumens.

Das zur Essener Steag-Gruppe gehörende Unternehmen teilte weiter mit, auch in den ersten drei Monaten 2003 habe der Preisdruck nicht nachgelassen. Es seien erneut Preisrückgänge um rund zehn Prozent für CD-R-Anlagen registriert worden. Dennoch habe die Kern-Sparte Optical Disc mit einem positiven operativen Ergebnis abgeschlossen, hieß es. Die kleinere Unternehmenssparte Fotomasken leidet den Angaben zufolge weiterhin unter Investitionszurückhaltung der Kunden und verbuchte im ersten Quartal einen operativen Verlust. Zum Jahresende 2002 hatte der Anlagenbauer insgesamt nach zwei Verlustjahren in Folge wieder die Gewinnzone erreicht.

Vor Zinsen und Steuern (Ebit) verbuchte die Firma zwischen Januar und März 2003 einen Gewinn von 1,1 Mill. ?. Im Vorjahreszeitraum hatte sich das operative Ergebnis auf 1,7 Mill. ? einschließlich eines Sondereffekts in Höhe von einer Million Euro belaufen. Bei reduzierten Herstellungskosten blieb der Jahresüberschuss den Angaben zufolge mit 0,5 Mill. ? auf vergleichbarer Basis gegenüber dem Vorjahresquartal konstant. Der Umsatz legte im Vorjahresvergleich um 9,3 % auf 30,3 Mill. ? zu.

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