Deutlich weniger Zusammenstöße
Bürgermeister-Sohn bei neuen Rassenunruhen in England festgenommen

Bei neuen Rassenunruhen in der nordenglischen Stadt Burnley hat die Polizei in der Nacht zum Dienstag den Sohn des asiatischen stellvertretenden Bürgermeisters der Stadt festgenommen.

dpa LONDON. Shahid Malik (33), der selbst für die britische Behörde für Rassengleichheit arbeitet und dessen Vater Rafique dem Vorstand der Labour-Partei angehört, wurde während einer Reihe von Auseinandersetzungen zwischen Jugendlichen und Polizisten festgenommen. Die Polizei sagte am Dienstag eine Untersuchung des Vorfalles zu.

Malik erlitt nach eigenen Angaben bei dem Zusammenstoß mit der Polizei eine Gehirnerschütterung und musste im Krankenhaus behandelt werden. Insgesamt wurden bei den Zusammenstößen in der Nacht zum Dienstag, die von der Polizei als deutlich weniger dramatisch als in den vorangegangenen beiden Nächten beschrieben wurden, 21 weiße und asiatische Jugendliche festgenommen.

Den Angaben der Polizei zufolge wurde Malik verletzt, als eine Gruppe asiatischer junger Leute mit Steinen und anderen Wurfgeschossen Beamte angriff, die sie zum Weitergehen aufforderten. Malik dagegen sagte, er sei ohne ersichtlichen Grund von der Polizei zu Boden geschlagen worden und bewusstlos geworden. In Handschellen habe man ihn ins Krankenhaus gebracht. Er appellierte an die asiatische Bevölkerung der Stadt, keine Rache an der Polizei zu nehmen.

Die Rassenunruhen begannen am Samstag, als ein asiatischer Taxifahrer von einer Gruppe Weißer überfallen und mit einem Hammer schwer verletzt wurde. Danach lieferten sich weiße und asiatische Jugendliche Straßenschlachten mit der Polizei.

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