Deutliche Einsparungen geplant
Celanese plant Restrukturierungen und Stellenabbau

Der Chemiekonzern Celanese will einen Teil seiner Fertigung in Nordamerika umstrukturieren und dabei etwa 500 der 13 100 Arbeitsplätze des Konzerns abbauen. Celanese wolle die Struktur der Betriebe straffen, die Vertriebskosten senken und die Kapazitäten einer Reihe von Anlagen der Nachfrage anpassen, teilte das Kronberger Unternehmen am Dienstag mit.

Reuters KRONBERG. Die Maßnahmen würden zu Kosten von voraussichtlich rund 45 Mill. Euro führen, hieß es. Die Ergebnisse des zweiten Quartals würden davon aber wohl nicht in größerem Umfang berührt werden, da die Kosten weitgehend durch Sondererträge ausgeglichen würden. An der Börse legte der Kurs der Celanese-Aktie zu.

Betroffen von der Umstrukturierung seien Anlagen für chemische Zwischenprodukte sowie Acetyl- und Acetatprodukte. In den Werken Clear Lake und Bay City im US-Bundesstaat Texas sollten die Strukturen und die Produktion gestrafft werden. Zudem solle ein Vertriebsterminal in Rock Hill im US-Bundesstaat South Carolina geschlossen und die Fertigung für Acetylderivaten im kanadischen Edmonton eingestellt werden. Die Maßnahmen sollten bis zum Jahresende abgeschlossen sein. Im Bereich Acetatprodukte werde eine im Dezember 1999 eingeleitete Strategie zur Effizienz- und Qualitätssteigerung fortgesetzt. Hierfür werde ein Teil der Produktion in Rock Hill geschlossen und an einem anderen Standort zusammengefasst.

Deutliche Einsparungen

Celanese kündigte an, durch die Umstrukturierungen würden deutliche Einsparungen erwartet. Genaue Zahlen nannte der Konzern nicht. Die Kosten für die Umstrukturierung sollen nach Angaben eines Konzernsprechers weitgehend durch Sondererträge ausgeglichen werden, die durch das Auflösen von Rückstellungen für Umweltfragen für nicht mehr zum Konzern gehörende Unternehmensteile entstünden.

Celanese war 1999 durch die Ausgliederung der Chemiegeschäfte des Hoechst-Konzerns entstanden, der sich seinerzeit auf die Bereiche Gesundheit und Ernährung ("Life Sciences") konzentrierte und mit der französischen Rhone-Poulenc zum Pharma-Konzern Aventis fusionierte. Im vergangenen Jahr hatte Celanese bei einem Umsatz von 5,2 Mrd. Euro einen Betriebsgewinn von 83 Mill. Euro erwirtschaftet. Im ersten Quartal des laufenden Jahres war der Betriebsgewinn von Celanese um fast die Hälfte auf 32 Mill. Euro geschrumpft.

An der Börse legte die im Nebenwertesegment MDax enthaltene Celanese-Aktie bis zum Nachmittag um 3,16 % auf 24,50 Euro zu. Der MDax lag zum gleichen Zeitpunkt mit 0,23 % im Plus.

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