Deutliche Entspannungstendenz
Herbstaufschwung sorgt für sinkende Arbeitslosenzahlen

Im September ist die Zahl der Erwerbslosen um 100 000 auf unter 3,7 Millionen gesunken, so die Experten.

dpa NÜRNBERG. Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist im September durch den Herbstaufschwung kräftig gesunken. Nach Berechnungen von Experten rutschte die Zahl der Erwerbslosen im vergangenen Monat unter die 3,7-Millionen-Marke. Die Fachleute sehen einen Rückgang um rund 100 000 im Vergleich zum August, in dem die Zahl der Arbeitslosen um 23 000 gesunken war. Der Präsident der Bundesanstalt für Arbeit (BA), Bernhard Jagoda, der die offiziellen Zahlen an diesem Donnerstag bekannt geben wird, hatte wiederholt vom September als dem "Monat der Wahrheit" gesprochen.

Die deutliche Entspannungstendenz auf dem Arbeitsmarkt zum Herbstbeginn hat auch den Abstand zur September-Arbeitslosigkeit des Vorjahres deutlich vergrößert. Im September 2000 waren rund 250 000 Menschen weniger arbeitslos als vor Jahresfrist. In den ersten neun Monaten dieses Jahres waren damit durchschnittlich 200 000 weniger Menschen ohne Job als im gleichen Zeitraum des Jahres 1999. Ob die Prognosen eines noch höheren durchschnittlichen Rückgangs der Arbeitslosigkeit für das Gesamtjahr zutreffen werden, hängt vor allem von der Arbeitsmarktentwicklung im Oktober ab.

Im August waren nach Angaben der Nürnberger Bundesanstalt noch 3,787 Mill. Menschen ohne Arbeit. Das waren 23 000 weniger als im Monat davor und 243 100 weniger als im August 1999. Die gesamtdeutsche Arbeitslosenquote hatte bei 9,3 % verharrt. Im Osten war die Arbeitslosigkeit mit einer Quote von 17 % mehr als doppelt so hoch wie im Westen, wo die Arbeitsämter eine Quote von 7,4 % verzeichneten. Seit Jahresanfang ist die Zahl der Arbeitslosen um knapp 460 000 gesunken. Zuwächse hatte es seitdem nur im Januar mit plus 246 000 Arbeitslosen und im Juli gegeben, als die Zahl der Jobsucher um 79 300 gestiegen war.

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