Deutliche Steigerung bei Gewinn und Umsatz
Analysten erwarten glänzende Thyssen-Krupp-Zahlen

Nach Erwartungen von Analysten wird Thyssen-Krupp am Montag in Düsseldorf hervorragende Geschäftszahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr vorlegen.

dpa/afx DÜSSELDORF. Nach Erwartungen von Analysten wird Thyssen-Krupp am Montag in Düsseldorf hervorragende Geschäftszahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr (30. September) vorlegen. So soll der Gewinn vor Steuern und vor Anteilen Dritter nach Schätzungen der Deutschen Bank um 75 % auf rund 1,08 Mrd. Euro gewachsen sein und der Umsatz um 15 % auf 37,209 Mrd. Euro gestiegen sein.

Für das laufende Geschäftsjahr erwarten die Analysten der Deutschen Bank allerdings einen Abschwung des Umsatz- und Ertragswachstums. Der Rückgang in den fundamentalen Geschäftsbereichen Stahl und Fahrzeug werde Bremsspuren in der ThyssenKrupp-Bilanz hinterlassen. Aus diesem Grund nahmen die Experten ihre optimistischen Gewinn-Prognose für das laufende Geschäftsjahr zurück und rechnen jetzt nur noch mit einem Vorsteuer-Gewinn von 1,1 Mrd. Euro (vorher 1,3 Mrd. Euro).

Personaldiskussion im Mittelpunkt

Bei der Pressekonferenz und dem anschließenden Analystentreffen am Montag dürften allerdings nicht die Geschäftszahlen, sondern die Personaldiskussion im Mittelpunkt stehen. Der Aufsichtsratsvorsitzende Heinz Kriwet hatte am Mittwoch seine Bereitschaft mitgeteilt, seinen Vorsitz nach Klärung einiger Sachfragen und zu gegebener Zeit zur Verfügung zu stellen. Sein Mandat im Aufsichtsrat wolle er jedoch behalten. Mit seinem angekündigten Rücktritt wolle er den Weg für die Abschaffung der derzeit bestehenden Doppelspitze aus Ekkehard Schulz und Gerhard Cromme schaffen.

Das Duo führte den Konzern seit der Fusion von Thyssen und Krupp im Jahr 1998. Ex-Krupp-Mann Cromme soll Aufsichtsratsvorsitzender werden und Ekkehard Schulz soll alleiniger Vorstand werden. Damit Cromme Aufsichtsratsvorsitzender werden könne, müsse er allerdings erst in den Aufsichtsrat wechseln und somit dort ein Mandat freigemacht werden. Einen sachlichen Grund für diesen Schritt gibt es nach Einschätzung von Kriwet nicht. Er hatte bei der Fusion die Doppelspitze geschaffen. Die aktuellen Geschäftszahlen bewiesen, dass sich diese Konstruktion in den vergangenen beiden Jahren bewährt habe.

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