Deutliche Steigerung der europäischen Umsätze
Stada steigert Umsatz und Ergebnis

Die Stada Arzneimittel AG hat im ersten Halbjahr Umsatz und Ergebnis gesteigert und sieht sich nach eigenen Angaben auf Kurs, das sechste Rekordjahr in Folge zu erreichen.

Reuters FRANKFURT. Das Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (Ebitda) hat in den ersten sechs Monaten gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 30 % auf 73,3 Mill. DM zugenommen, teilte das Bad Vilbeler Unternehmen am Mittwoch in Frankfurt mit.

Bis zum Ende des Geschäftsjahres 2001 solle die Umsatzschwelle von einer Milliarde DM wie geplant klar überschritten sein. Das Ebitda werde im Gesamtjahr prozentual deutlich zweistellig zulegen. Stada konzentriert sich vor allem auf die Herstellung und den Vertrieb von kostengünstigeren Nachahmerprodukten (Generika) sowie auf Mittel zur Selbstmedikation und Spezialarzneien.

Am Jahresende könne der Umsatz auf 1,5 bis 1,8 Mrd. DM steigen, sagte Finanzchef Wolfgang Jeblonski vor Journalisten. Dies hänge aber auch noch von saisonalen Einflüssen ab, sagte Jeblonski unter Hinweis auf mögliche Grippewellen im Herbst und Winter. Stada produziert unter anderem auch Impfstoffe und Mittel zur Infektionsbekämpfung. Beim Ebitda sei ein Zuwachs von mehr als 20 % wahrscheinlich. "Die Zwei sehen wir da ganz klar," sagte der Finanzchef.

Zudem bekräftigte das Unternehmen, neben dem organischen Wachstum auch weiterhin zukaufen zu wollen. "Dabei steht auch ein Engagement in den USA weiterhin klar im Fokus", sagte Vorstandschef Hartmut Retzlaff. So sei Stada gegenwärtig in Verhandlungen, die nach Retzlaff bis zum Jahresende abgeschlossen sein sollen. Nähere Einzelheiten sowie die Namen der Unternehmen wurden nicht genannt.

Den weiteren Angaben zufolge nahm der Umsatz in den ersten sechs Monaten um 14 % auf 526,4 Mill. DM zu. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit erhöhte sich um 33 % auf 51,7 Mill. DM. Generika waren nach Stada-Angaben mit einem Zuwachs von 19 % das wachstumsstärkste Konzernsegment im Halbjahr. Mit Spezialpharmazeutika verbuchte das Unternehmen ein Umsatzwachstum von 18 %. Mit Marken zur Selbstmedikation und im Wellness-Bereich liege das Umsatzplus bei zehn Prozent.

In der europäischen Union stiegen die Umsätze nach Stada-Angaben um 13 % auf 500,9 Mill. DM. Damit erwirtschaftete Stada 95 % seiner Erlöse im Halbjahr in dieser Region. Die höchsten Zuwächse habe Stada dabei in Italien, gefolgt von Belgien und Österreich erzielt, hieß es weiter. Das Ergebnis je Aktie bezifferte der Arzneimittelhersteller auf 1,43 DM, ein Plus von 28 %.

Die Stada Aktie stieg am Mittwoch bis zum Mittag in einem schwachen Börsenumfeld leicht an.
Hier der Stada - Monatsverlauf
Seit dem 23. Juli ist die Stammaktie des Unternehmens im MDax für die mittelschweren Werte an der Frankfurter Börse gelistet.

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