Deutliche Worte in Richtung Saddam Hussein
Mubarak: Iraks Regime auch selber schuld

Das irakische Regime unter Staatschef Saddam Hussein hat ist nach Auffassung des ägyptischen Präsidenten Husni Mubarak zum Teil selbst verantwortlich für den nahenden Krieg. "Dass wir diese gefährliche Situation erreicht haben, liegt an mehreren Fehlern verschiedener Seiten", sagte Mubarak am Mittwoch in einer vom ägyptischen Fernsehen übertragenen Rede.

HB/dpa KAIRO. Der größte Fehler sei die irakische Invasion in Kuwait 1990 gewesen, die Ängste in vielen Nachbarstaaten Iraks ausgelöst habe.

"Dies hat die Tür für eine starke ausländische Präsenz in der Region geöffnet", sagte er mit Blick auf die auch in Friedenszeiten am Golf stationierten amerikanischen und britischen Truppen. In den zwölf Jahren nach dem Golfkrieg zur Befreiung Kuwaits habe es die irakische Führung außerdem versäumt, das verlorene Vertrauen der arabischen Staaten und der internationalen Gemeinschaft zurückzugewinnen.

Ein weiteres Versäumnis sei die "Nicht-Entwicklung" des kollektiven Sicherheitssystems im Rahmen der Vereinten Nationen gewesen. In der Irak-Krise sei die Schwäche der UN deutlich zu Tage getreten, "die sich auch bei dem noch heikleren und wichtigeren Thema das Nahost-Friedens" gezeigt habe. Die USA oder US-Präsident George W. Bush kritisierte Mubarak namentlich nicht. Allerdings wandte er sich deutlich gegen jeden "gewaltsamen Regimewechsel".

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