Deutlicher Ergebnisrückgang
Pankl blickt auf schwieriges Jahr zurück

Die Pankl Racing Systems AG hat im Geschäftsjahr 2001/02 (zum 30. September) durch schwierige Rahmenbedingungen sowie höhere Aufwendungen für Projekte und Restrukturierung einen deutlichen Ergebnisrückgang verzeichnet.

Reuters WIEN. "Es war ein schwieriges Jahr - und wir warten jetzt auf den wirtschaftlichen Aufschwung", sagte Pankl-Finanzvorstand Ernst Wustinger am Dienstag gegenüber Reuters. Das Geschäftsjahr 2001/02 der Pankl in Zahlen: Bei einem Umsatz von 61,5 (54,1) Millionen Euro wurde ein Betriebsergebnis (Ebit) von 4,6 (9,3) Millionen Euro und ein Ergebnis vor Steuern (Ebt) von 2,32 (10,19) Millionen Euro ausgewiesen. Der Jahresüberschuss nach Minderheitsanteilen wurde von Pankl mit 2,17 (6,74) Millionen Euro angegeben. Mit der Ebit-Marge von 7,5 (17) Prozent liegt Pankl unter dem für 2001/02 angepeilten Zielkorridor von acht bis zehn Prozent.

Einen konkreten Ausblick auf das angelaufene Geschäftsjahr 2002/03 stellte Wustinger für die Bilanzpressekonferenz am 7. Jänner in Aussicht. "Wir glauben, dass 2003 nicht schlechter wird. Aber um wieviel besser, das steht derzeit noch in den Sternen", so Wustinger. Für Pankl sei wichtig, dass sich die Konjunktur wirklich rasch belebe - "wenn das erst im Mai oder Juni losgeht, dann ist die Rennsaison für uns schon wieder gelaufen", so der Finanzvorstand.

Belastend hätten sich 2001/02 die schwierigeren wirtschaftlichen Rahmenbedingungen als auch Projektentwicklungsaufwendungen von 2,2 (1,6) Millionen Euro zur Erweiterung der Produktpalette im Stammgeschäft (Kurbeltrieb, Getriebe) ausgewirkt. Ebenso hätten Kosten für die Weiterentwicklung des Converters und Sanierungskosten für die kalifornische Pankl Aerospace Inc. das diesjährige Ergebnis beeinflusst, so Pankl.

Der Bereich Motorsysteme, der auf die Entwicklung und Produktion sämtlicher dynamischer Teile für den Motor ausgerichtet ist, habe mit einen Umsatz von 30,3 (28,2) Millionen Euro mehr als die Hälfte zum Gesamtumsatz beigetragen. Das Segment habe 2001/02 eine Ebit-Marge von 15 (19) Prozent ausgewiesen.

Der Bereich Fahrwerks- und Antriebssysteme, der eine Produktpalette verschiedener Komponenten und Systeme für die Rennautomobil- und Luftfahrtindustrie umfasst, habe bei einem Umsatz von mehr als 28 (22,9) Millionen Euro einen Rückgang der Ebit-Marge auf zwei (18) Prozent verzeichnet. Dieser Rückgang sei größtenteils auf die im Rahmen der Sanierung von Pankl Aerospace entstandenen Kosten zurückzuführen, so Pankl.

Die Projektentwicklungsaufwendungen, von Pankl mit 2,2 (1,6) Millionen Euro beziffert, seien auf die Erweiterung der Produktpalette im Stammgeschäft (Kurbeltrieb, Getriebe) entfallen. Ebenso hätten sich die Kosten für die Weiterentwicklung des Converters und Sanierungskosten für die kalifornische Pankl Aerospace Inc. belastend auf das diesjährige Ergebnis ausgewirkt.

Sowohl für den Converter als auch für die kalifornische Pankl Aerospace werden nach Angaben Wustingers auch 2002/03 noch Kosten anfallen, jedoch nicht im gleichen Ausmaß wie im abgelaufenen Geschäftsjahr. "Auch von daher ist mit einer Ergebnisverbesserung zu rechnen", sagte Wustinger ohne nähere Zahlenangaben.

Für den Converter hätten sich die Kosten 2001/02 inklusive Wertberichtigung auf insgesamt rund zwei Millionen Euro belaufen, hieß es auf Anfrage von Reuters. Für die kalifornische Luftfahrttochter habe Pankl Restrukturierungsrückstellungen in Höhe von 2,2 Millionen Euro gebildet, die Restrukturierung solle mit Ende des Geschäftsjahres 2002/03 abgeschlossen werden. Derzeit sei Pankl Aerospace noch negativ, im Geschäftsjahr 2003/04 werde der Turnaround angepeilt, hieß es.

Pankl notierten am Franfurter Neuen Markt Dienstagmittag 8,05 (8,13) leichter. Seit Jahresbeginn liegen Pankl 78,24 Prozent im Minus.

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