Deutliches Ost-West-Gefälle
Üppiges Weihnachtsgeld bei Banken

Die Bescherung mit Weihnachtsgeld fällt für deutsche Arbeitnehmer je nach Branche sehr unterschiedlich aus: Banken, Brauereien und Wohnungswirtschaft zahlen ebenso wie die Papier- , Zucker- und Süßwarenindustrie ihren Mitarbeitern in Ost und West ein volles 13. Monatsgehalt, wie das Institut der Deutschen Wirtschaft (iwd) in Köln am Mittwoch mitteilte.

afp KÖLN. In der Druckindustrie erhalten die Angestellten immerhin noch einen Bonus von 95 Prozent. In vielen Branchen gibt es deutliche Unterschiede zwischen alten und neuen Ländern. Generell ist die Höhe des Weihnachtsbonbons immer häufiger zumindest teilweise vom Unternehmenserfolg abhängig.

Ein deutliches Ost-West-Gefälle gibt es in der Textil- und Chemieindustrie: Während die Arbeitnehmer in den alten Ländern zu Weihnachten praktisch einen ganzen Monatsverdienst zusätzlich erhalten, sind dies in den neuen Ländern nicht einmal zwei Drittel. Im besonders krisengeschüttelten ostdeutschen Baugewerbe besteht sogar überhaupt kein tariflicher Anspruch auf ein Weihnachtsbonbon, wogegen die Beschäftigten im Westen immerhin mehr als ein halbes Monatseinkommen erhalten.

Im Einzelhandel erhalten die Beschäftigten laut iwd 62,5 Prozent im Westen und 50 Prozent eines Monatsgehaltes im Osten. In der Metall- und Elektro-Industrie sind es 55 Prozent in den alten und 50 Prozent in den neuen Ländern, allerdings wird hier beim Urlaubsgeld mit einer Sonderzahlung von 50 Prozent relativ großzügig verfahren. Auch im Groß- und Außenhandel fällt die Bescherung den Angaben zufolge eher dürftig aus: Pro Kopf erhalten die Beschäftigten im Westen 790 Mark und im Osten 500 Mark.

Insgesamt summierten sich laut iwd für die Industriebetriebe die tariflich zugesicherten und freiwillig ausgeschütteten Jahresprämien im vergangenen Jahr auf rund 37 Milliarden Mark (18,9 Milliarden Euro).

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