Deutliches Warnsignal
Wall Street wird schwächer erwartet

Angesichts mehrerer Massenentlassungen und einem schwächer als erwartet ausgefallenem Einzelhandelsumsatz für November erwarteten Aktienhändler am Donnerstag Kursverluste an der New Yorker Börse.

dpa-afx NEW YORK. Etwas besser als erwartet fielen jedoch die jüngsten US-Arbeitsmarktdaten aus. Die europäischen Börsen gingen unterdessen von einem negativen Trend an der Wall Street aus und notierten am Donnerstagnachmittag allesamt im roten Bereich.

Angesichts dieses uneinheitlichen Hintergrundes stand der S&P Future um 14.50 Uhr mit 0,78 % im Minus bei 1 128,40 Punkten. Der indikative Dow Jones verzeichnete zur gleichen Zeit ein Minus von 0,31 % auf 9 864,02 Zähler.

Die mit Spannung erwarteten Einzelhandelsumsätze sanken im November um 3,7 prozent gegenüber dem Vormonat. Wall Street-Volkswirte hatten im Schnitt nur mit einem Rückgang um 2,7 % gerechnet. Etwas besser als erwartet fiel jedoch die Entwicklung am US-Arbeitsmarkt aus. Die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe gingen um 86 000 auf 394.00 zurück. Experten hatten nur mit einem Rückgang um 15 000 auf 460 000 gerechnet.

Als deutliches Warnsignal interpretierten Händler indes die Ankündigung des Versicherungskonzerns Aetna , seine Mitarbeiterzahl um 6 000 von derzeit rund 37 000 zu reduzieren. Damit soll die Wettbewerbsfähigkeit und die operative Entwicklung verbessert werden.

Am Mittwoch hatte nach Börsenschluss bereits der US-Halbleiter-Hersteller Applied Materials den Abbau will rund 1 700 Arbeitsplätze abbauen. Dies seien 10 % aller Stellen, teilte das Unternehmen am Mittwoch in San Francisco mit.

McGraw-Hill hatte ebenfalls nach Börsenschluss mitgeteilt, dass das Unternehmen 5 % der Stellen streichen und umfassende Restrukturierungsmaßnahmen ergreifen werde. Im kommenden Jahr rechnet McGraw-Hill nach eigenen Angaben mit einem zweistelligen Gewinnwachstum.

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