Deutsch-amerikanischer Autokonzern nunmehr größter Aktionär
Daimler-Chrysler schließt Kapitaleinstieg bei Mitsubishi ab

Der deutsch-amerikanische Autokonzern ist nunmehr offiziell größter Aktionär des angeschlagenen japanischen Autobauers. Mehrere von Daimler-Chrysler entsandte Top-Manager haben bereits in Japan ihre Arbeit aufgenommen, um den Allianzpartner aus der Krise zu führen.

afp TOKIO. Der deutsch-amerikanische Autokonzern Daimler-Chrysler ist seit Mittwoch offiziell größter Aktionär des angeschlagenen japanischen Autobauers Mitsubishi Motors (MMC). Der vereinbarte Kapitaleinstieg über 34 % sei nunmehr vollzogen, teilte MCC in Tokio mit. DaimlerChrysler wendete dafür 1,9 Mrd. $ (knapp 4,4 Mrd. DM) auf. Am Mittwoch nahmen auch mehrere von Daimler-Chrysler entsandte Top-Manager in Japan ihre Arbeit auf, um den Allianzpartner zusammen mit der neuen MCC-Spitze aus der Krise zu führen.

Der hochverschuldete japanische Autobauer geriet zuletzt wegen eines Skandals um die systematische Verheimlichung von Kundenbeschwerden über Fahrzeugmängel in die Schlagzeilen. Die Affäre, die ein gerichtliches Nachspiel haben wird, kostete Mitsubishi-Motors-Chef Katsuhiko Kawasoe das Amt; Nachfolger wird zum 1. November Kawasoes Stellvertreter Takashi Sonobe. Anfang nächsten Jahres soll Sonobe vom Chef der frühreren DaimlerChrysler-Bahntochter Adtranz, Rolf Eckrodt, verstärkt werden. Eckrodt wird damit faktisch zur Nummer zwei im Konzern und soll sich vor allem der Qualitätskontrolle widmen.

Daimler-Chrysler hatte bei Nachverhandlungen im September durchgesetzt, dass der Kaufpreis für den bereits im Frühjahr vereinbarten Kapitaleinstieg bei MCC um zehn Prozent reduziert wird. Der Konzern hatte zur Begründung auf den im Zuge des Mängel-Skandals stark gesunkenen MCC-Aktienkurs verwiesen. In drei Jahren kann Daimler-Chrysler den Vereinbarungen zufolge seinen MCC-Anteil "unbegrenzt erhöhen".

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