Deutsch-Deutsche Degenduelle
Lospech für deutsche Fechter

Die Medaillengaranten im Herren-Florett komplett fußkrank, die Mitfavoritin vom Verein rausgeschmissen - die Fechter haben bereits vor dem olympischen Ernstfall in Athen die Nerven ihrer Trainer und Funktionäre strapaziert. Und nun kommt auch noch Lospech hinzu: Zum Teil schon in der ersten Runde wird es in Athen zu deutsch-deutschen Duellen kommen.

HB ATHEN. Allen Widrigkeiten zum Trotz haben fast alle der 14 Fechter und Fechterinnen, die Deutschland in acht von zehn Entscheidungen vertreten, Medaillenchancen. "Wir sind sehr gut aufgestellt, auch wenn es schwerer geworden ist, die vorhandene Qualität auch in Edelmetall umzusetzen", beschrieb der Präsident des Deutschen Fechter-Bundes (DFeB), Gordon Rapp, das Dilemma der großen Fechtnationen.

Die fünf Medaillen von Sydney 2000 zu wiederholen, ist zwar realistisch, aber angesichts der breiter gewordenen Weltklasse schwieriger denn je. Angeführt wird die Equipe der Edelmetall- Kandidaten von Florett-Weltmeister Peter Joppich. Doch der Koblenzer wurde ebenso wie seine Teamkollegen in diesem Sommer buchstäblich auf dem falschen Fuß erwischt. Im Juli zog er sich im Training einen Bänderriss zu. "Das ist aber super verheilt, ich habe keine Probleme mehr", gab der 21-Jährige Entwarnung. Der Olympia-Zweite von Sydney, Ralf Bißdorf (Heidenheim), brach sich sogar die Fußwurzel. Auch der Vize-Weltmeister von 2002, Andre Weßels (Tauberbischofsheim), und Ersatzmann Simon Senft (Bonn) schlugen sich mit Fußblessuren herum.

"Ich bin ja auch schon lange dabei, aber so eine Vorbereitung habe ich noch nicht mitgemacht. Das war ein Hindernisrennen, aber jetzt sind wir über alle Hürden drüber", sagte Florett-Bundestrainer Jochen Behr, den selbst ein Reifenplatzer an Bißdorfs Auto bei hohem Tempo kaum noch schocken konnte. Alle drei Florett-Einzelstarter und die Mannschaft sind die heißesten Anwärter auf das erste Gold seit Barcelona 1992.

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